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Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert moderat / Neue Angriffe im Nahen Osten lassen Ölpreise steigen - Zahlen von VIG, EVN und UBM

An der Wiener Börse haben die Anleger am Donnerstag gelassen auf einen neuen Schlagabtausch im Nahen Osten reagiert. Nach kleinen Gewinnen zum Sitzungsauftakt drehten die Kurse im Vormittagsverlauf aber wieder leicht ins Minus. Gegen Mittag lag der ATX 0,22 Prozent tiefer auf 6.081,97 Punkten, womit er die Konsolidierung vom jüngsten Rekordhoch bei gut 6.167 Einheiten fortsetzte. Für den ATX Prime ging es um 0,26 Prozent auf 3.005,09 Zähler hinab.

Das europäische Umfeld reagierte ebenfalls mit moderaten Abschlägen darauf, dass die Ölpreise einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder aufholten. Trotz der Waffenruhe und der laufenden Verhandlungen für ein Kriegsende haben die USA übereinstimmenden Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran angegriffen. Der Iran meldete daraufhin einen Vergeltungsschlag auf einen US-Stützpunkt. Zudem belegte die US-Regierung die vom Iran neu geschaffene Behörde zur Kontrolle und Mauterhebung in der Straße von Hormuz mit Sanktionen.

Die Hängepartie im Nahost-Konflikt gehe in die Verlängerung, schrieben die Marktbeobachter der Helaba: "Erhöht bleibt daher die Verunsicherung und trotz der im Vergleich zur Vorwoche niedrigeren Energiepreise sind die Inflations- und Zinssorgen der Akteure präsent."

Am heimischen Aktienmarkt rückte noch einmal die Berichtssaison mit Zahlen von VIG, EVN und UBM in den Fokus, wobei alle drei Unternehmen laut Einschätzung der Erste Group die Erwartungen übertrafen. Die Kursreaktionen fielen jedoch überwiegend verhalten aus.

Titel der Vienna Insurance Group (VIG) büßten trotz einer Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Quartal 2,1 Prozent ein. Den Ausblick für den Vorsteuergewinn zwischen 1,25 und 1,3 Mrd. Euro (ohne die jüngst übernommene Nürnberger Versicherung) im Gesamtjahr bestätigte der Konzern.

EVN-Aktien schwächten sich um 2,4 Prozent ab, nachdem der Versorger für das erste Halbjahr Umsatz- und Gewinnwachstum gemeldet hatte. Das Jahresergebnis soll im Rahmen der Prognose liegen. Analyst Christoph Schultes von der Erste Group sprach von "starken" Zahlen.

Der Immobilienentwickler UBM hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen geschafft. Hier verortete Erste-Experte Schultes angesichts einer sinkenden Nettoverschuldung mit Blick auf die Bilanz eine vielversprechende Entwicklung. Eine konkrete quantitative Prognose für das Gesamtjahr wagte das Unternehmen mit Verweis auf anhaltend makroökonomische Unsicherheiten nicht. Die UBM-Papiere tendierten 0,9 Prozent fester.

Bester ATX-Wert waren inzwischen Porr mit plus 7,4 Prozent auf 39,15 Euro. Das Analysehaus Jefferies hob das Kursziel von 37 auf 42 Euro an und empfiehlt die Aktie zum Kauf. Zudem bekräftigte die Berenberg Bank ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 40,00 Euro.

spa/ste

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