Schwerwiegende Bedenken: BP trennt sich von Verwaltungsratschef - Kursrutsch
Der britische Ölkonzern BP setzt
seinen Verwaltungsratschef Albert Manifold wegen Vorwürfen vor die
Tür. Als Grund nannte das Unternehmen am Dienstag "schwerwiegende
Bedenken", die gegenüber dem Verwaltungsrat in Bezug auf wichtige
Governance-Standards, Aufsicht und Verhalten geäußert worden seien.
Das Gremium habe einstimmig entschieden, dass Manifold mit
sofortiger Wirkung nicht mehr Vorsitzender und Direktor des
Verwaltungsrats sein solle. Die BP-Aktie verlor nach den Neuigkeiten
vom Mittag zeitweise mehr als 9 Prozent an Wert.
"Albert hat dazu beigetragen, der Transformation von BP die nötige
Aufmerksamkeit und Dynamik zu verleihen", sagte das unabhängige
Verwaltungsratsmitglied Amanda Blanc laut Mitteilung. Die
vorgeworfenen Versäumnisse bei der Unternehmensführung und
Verhaltensprobleme hätten den Verwaltungsrat jedoch "überrascht und
enttäuscht". Er erachte sie als inakzeptabel./stw/jha/