Aktien Europa: Kursgewinne wegen neuer Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs
Neue Zuversicht für eine baldige Friedensvereinbarung im Iran-Krieg stützt am Pfingstmontag die europäischen Aktienkurse. Die USA stehen nach Angaben von Präsident Donald Trump in den Bemühungen um ein Ende des Kriegs vor einem Rahmenabkommen mit Teheran. Dies schürte Hoffnung auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus und sorgte für sinkende Ölpreise.
Während der Handel an den Leitbörsen in London und Zürich pausierte,
fand er an jenen in Frankfurt, Mailand und Paris statt. Der
EuroStoxx 50
Erstmals seit Ende Februar konnte sich der EuroStoxx wieder bis auf wenige Punkte der Marke von 6.100 Punkten nähern. Die Kursverluste zu Zeiten des Iran-Kriegs sind damit wieder ausgestanden, denn höhere Kurse hatte es letztmals vor den ersten Angriffen der USA und Israels gegeben. Seine bisherige Bestmarke hatte der Leitindex am 26. Februar bei knapp 6.200 Punkten aufgestellt.
Ein Rahmenabkommen sei "weitgehend" ausgehandelt, schrieb Trump am Wochenende auf der Plattform Truth Social. Der US-Präsident sprach von geordneten und konstruktiven Verhandlungen, dämpfte aber zunächst noch die Hoffnung auf einen ganz schnellen Durchbruch. Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen, um keine Fehler zu machen.
"Die Märkte vollziehen derzeit einen raschen Wandel: Sie preisen nicht länger geopolitische Ängste ein, sondern eine potenzielle Friedensdividende", schrieb Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management. Unter den Anlegern mache sich mit dem sinkenden Ölpreis auch Hoffnung breit, dass die inflationstreibende Wirkung des Ölpreises nachlässt.
Aktien von Ölkonzernen konnten dem starken Umfeld nicht folgen, der
Sektorindex Stoxx Europe 600 Oil & Gas
Relativ stark profitierten dagegen Reisewerte von der
Friedenshoffnung. Dies zeigte sich bei Fluggesellschaften wie Air
France-KLM
Die lange Gewinnerliste der Sektoren wurde im marktbreiten Stoxx
Europe 600
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 CH0009980894
AXC0053 2026-05-25/11:23
Relevante Links: TotalEnergies SE, Airbus SE, Shell plc, Eni S.p.A., Safran SA, Air France-KLM S.A.