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Wiener Börse - ATX kokettiert wieder mit 6.000-Punkte-Marke / AT&S ziehen in Rekordrally deutlich an - Leitindex schließt 1,2 Prozent fester

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Der ATX hat vor dem Wochenende wieder die 6.000-Punkte-Hürde angetestet. In einem freundlichen Börsenumfeld mit vorsichtigem Iran-Optimismus und anhaltender Tech-Rally herrschte auch hierzulande eine gute Stimmung, wobei einmal mehr die AT&S-Aktien mit deutlichen Kurszuwächsen auf sich aufmerksam machten.

Im Tageshoch kletterte der Leitindex erstmals seit gut zwei Wochen wieder über die runde Marke; auch das ebenso alte Rekordhoch bei gut 6.018 Punkten liegt wieder in Reichweite. Letztlich erwies sich die Hürde aber als noch zu hoch, der ATX schloss am Freitag 1,22 Prozent fester auf 5.982,75 Punkten. Auf Wochensicht fuhr das Börsenbarometer damit einen Gewinn von 2,1 Prozent ein. Für den ATX Prime ging es zum Wochenausklang um 1,19 Prozent auf 2.958,18 Zähler hoch.

Für ein positives Fundament sorgte eine leichte Entspannung am Ölmarkt. Aus den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gab es zwar weiterhin keinen Durchbruch zu vermelden, gleichzeitig blieben auch negative Meldungen vom Persischen Golf aus.

Konjunkturseitig brachte das ifo-Geschäftsklima für Deutschland mit einer überraschenden Stimmungsaufhellung gute Nachrichten. Ökonom Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sprach von einer willkommenen Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Inzwischen trübte sich in den USA das Michigan-Konsumklima überraschend stark ein. Hier dürfte besonders der Anstieg der Inflationserwartungen den Marktteilnehmern Kopfzerbrechen bereiten.

An der ATX-Spitze beschleunigten AT&S ihre Rekordrally weiter und gewannen gut zwölf Prozent auf 130,80 Euro. Neben einer guten Branchenstimmung in Halbleiterwerten sorgten auch Kurszielanhebungen für neue Zuversicht. So erhöhte Deutsche Bank Research ihr Ziel für die Aktien weiter von 100 auf 120 Euro. Analyst George Brown bewertete den Margenausblick der Steirer trotz angehobener Ziele als "konservativ" und blieb bei seiner Kaufempfehlung. Ferner hob Oddo BHF ihr Kursziel für die Titel von 40 auf 75 Euro kräftig an, stufte die Titel jedoch auf "Underperform" ein.

Gesucht waren zudem die Industrieaktien, unter denen Andritz gut vier Prozent auf 76,50 Euro gewannen. Die Wiener Privatbank bekräftigte ihre Kaufempfehlung und setzte den Fairen Wert von 79,2 auf 84,6 Euro hinauf. Analyst Nicolas Kneip lobte den Auftragseingang im Geschäftsbereich Hydropower.

Weit oben im ATX schlossen auch Strabag mit plus 1,7 Prozent auf 88,90 Euro. Die Erste Group stufte ihre Empfehlung von "Accumulate" auf "Buy" hoch. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals 2026 erhöhten die Experten auch das Kursziel von 108,90 auf 109,50 Euro. Analyst Michael Marschallinger sieht im rekordhohen Auftragsbestand des Baukonzerns das wichtigste "Highlight".

spa/ste

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