Wiener Börse (Eröffnung) - ATX plus 0,8 Prozent, AT&S weiter stark / Gute Asienvorgaben und Iran-Hoffnungen stützen - Analystenstudien zu AT&S und Strabag
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Die Wiener Börse hat am Freitag freundlich eröffnet. Rund eine Dreiviertelstunde nach Sitzungsauftakt stand der ATX um 0,79 Prozent höher auf 5.957,17 Punkten. Der Leitindex erreichte so den höchsten Stand seit rund zwei Wochen, als er erstmals die runde Marke von 6.000 Punkten angetestet hatte. Für den ATX Prime ging es um 0,77 Prozent auf 2.946,12 Zähler hinauf. Auch das europäische Börsenumfeld startete nach guten Asien-Vorgaben mit Zuwächsen in den Wochenausklang.
Die Ölpreise als Gradmesser für die Inflations- und Zinssorgen am Markt legten im frühen Handel etwas zu, blieben aber klar unter dem Niveau aus der ersten Wochenhälfte. Zwischen dem Iran und den USA gibt es einem hochrangigen Insider zufolge bisher keine Einigung, berichtete Reuters. Jedoch hätten sich die Differenzen verringert. Zu den Streitpunkten zählten die iranische Urananreicherung sowie die Kontrolle über die Straße von Hormuz.
Konjunkturseitig steht am Vormittag das ifo-Geschäftsklima für Deutschland an. Angesichts uneinheitlicher Vorgaben sollte ein nochmaliger, leichter Rückgang des Indexes nicht ausgeschlossen werden, warnen die Marktbeobachter der Helaba.
Mit Blick auf die heimischen Einzelwerte blieb die Meldungslage vor dem Wochenende dünn, wobei Analystenstudien Akzente setzen konnten. An die ATX-Spitze kletterten einmal mehr die AT&S-Aktien, die mit einem Aufschlag von 6,9 Prozent auf 124,60 Euro ihre Rekordrally fortsetzten. Neben einer allgemein guten Branchenstimmung in Halbleiterwerten sorgten auch Kurszielanhebungen für neue Zuversicht.
So hob Deutsche Bank Research ihr Ziel für die AT&S-Aktien weiter von 100 auf 120 Euro an. Analyst George Brown bewertete den Ausblick der Steirer trotz angehobener Margenziele als "konservativ" und blieb bei seiner Kaufempfehlung. Ferner hob Oddo BHF ihr Kursziel für die Titel von 40 auf 75 Euro kräftig an, stufte die Titel jedoch auf "Underperform" ein.
Zweitbester Wert im ATX waren Strabag mit plus 2,3 Prozent auf 89,50 Euro. Die Erste Group stufte ihre Empfehlung von "Accumulate" auf "Buy" hoch. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals 2026 erhöhten die Experten auch das Kursziel von 108,90 auf 109,50 Euro. Analyst Michael Marschallinger sieht im rekordhohen Auftragsbestand des Baukonzerns das wichtigste "Highlight".
spa/rst
ISIN AT0000999982