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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Weitere Erholung dank Iran-Hoffnungen

Die US-Börsen haben am Donnerstag im Handelsverlauf ihre Schwäche abgeschüttelt und so an ihre Vortagserholung angeknüpft. Gleichzeitig sorgten die zunehmenden Hoffnungen auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg für etwas Entspannung bei den Ölpreisen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial drehte ins Plus und gewann am Ende 0,55 Prozent auf 50.285,66 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,17 Prozent auf 7.445,72 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg letztlich um 0,20 Prozent auf 29.357,27 Punkte.

Bereits zur Wochenmitte hatte US-Präsident Donald Trump bei den Anlegern mit der Aussage gepunktet, dass die Verhandlungen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges in der "Endphase" seien. Teheran erklärte, der jüngste Vorschlag aus Washington habe die Kluft zwischen den beiden Seiten teilweise überbrückt. Einem Medienbericht zufolge will der Iran allerdings sein Uran behalten. Die "Financial Times" zitierte Außenminister Marco Rubio mit der Einschätzung, dass es einige gute Signale für ein mögliches Abkommen gebe.

Die mit Spannung erwarteten Zahlen und Geschäftsprognosen, die Nvidia am Vortag nach Börsenschluss vorgelegt hatte, stießen am Markt auf ein verhaltenes Echo. Die Aktien, die vor der Veröffentlichung etwas fester aus dem Handel gegangen waren, büßten am Donnerstag 1,8 Prozent ein. Damit knüpften sie an die vorangegangenen Gewinnmitnahmen nach einem Rekordhoch an.

Nvidia berichtete für das erste Quartal zwar eine Beschleunigung des schon hohen Wachstums und übertraf die Erwartungen. Doch hier und da wurden bei den Analysten auch Sorgen ob der Nachhaltigkeit des Wachstums laut - vor allem, weil der Konzern zunehmend Konkurrenz bekommt.

Derweil setzten die Aktien des Chiparchitektur-Entwicklers ARM mit einem weiteren Kurssprung von gut 16 Prozent ihre Rekordjagd fort. Der US-Bank Jefferies zufolge sollte das Unternehmen von der hohen Nachfrage nach den Nvidia-Prozessoren der nächsten Generation für Rechenzentren und Künstliche Intelligenz (KI) profitieren.

Auch bei IBM ging es deutlich nach oben: Die Aktien gewannen an der Dow-Spitze 12,4 Prozent. Der Computer-Dino heimste eine milliardenschwere Förderung der US-Regierung für die Fertigung von Quantencomputer-Chips ein. RBC-Analyst Matthew Swanson kommentierte, auch wenn es noch keinen öffentlich bekannten Zeitplan gebe, sehe IBM wie ein früher Profiteur der Technologie aus.

Der Musikstreamingdienst Spotify euphorisierte die Anleger mit Plänen im Konzertbereich: Die Aktien zogen um 13 Prozent an. Das Unternehmen will mit dem Ticketvermarkter und Veranstalter Live Nation zusammenzuarbeiten, um den eigenen Abonnenten die Möglichkeit zu bieten, zwei Tickets für das Konzert ihres Lieblingsstars zu erwerben, bevor diese in den allgemeinen Vorverkauf gehen. Die Aktien von Live Nation gewannen 0,9 Prozent.

Die in New York gelisteten Anteile von Birkenstock sprangen um 19,5 Prozent hoch. Der Sandalenhersteller will nach dem jüngsten Rekordtief Anteile im Wert von 250 Millionen Dollar zurückkaufen.

Für Walmart -Titel ging es nach der Zahlenvorlage am Dow-Ende um 7,3 Prozent bergab. Der Einzelhändler trotzte zwar zu Jahresbeginn mit einem Umsatzanstieg den Konjunktursorgen, sieht sich aber mit steigenden Treibstoffkosten konfrontiert.

Anhaltend schwache Absatzzahlen und unsichere Geschäftsaussichten wogen beim Landwirtschaftsmaschinen-Herstellers Deere schwerer als eine überraschend gute Gewinnentwicklung: Die Titel sanken um 5,2 Prozent.

Beim Nasdaq-100-Schlusslicht Intuit mussten die Anleger gar einen Kurseinbruch von 20 Prozent sowie den tiefsten Stand seit 2020 verkraften. Der Softwarekonzern blieb mit seinem Quartalsbericht hinter den Erwartungen zurück und bestätigte einen Bericht über einen deutlichen Stellenabbau, der die Aktien schon zur Wochenmitte belastet hatte./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0346 2026-05-21/22:30

Relevante Links: International Business Machines Corp., Birkenstock Holding plc, Deere & Company, Spotify Technology SA, Intuit Inc., Arm Holdings, Walmart Inc.

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