AKTIE IM FOKUS 2: Zahlen und Ausblick von Nvidia reichen nicht für neue Rekorde
(Kurs aktualisiert)
NEW YORK (dpa-AFX) - Quartalszahlen und Ausblick von Nvidia
Die Autoren des täglich erscheinenden Bernecker-Börsenbriefs werten die Kursreaktion nicht als Zeichen einer Enttäuschung im operativen Geschäft, sondern eher als "sell the news" nach der jüngsten Rally. Sie verwiesen mit Blick auf die Geschäftszahlen auf die auffällige Stärke im Networking, das zunehmend zum zweiten Wachstumsmotor neben den Grafikprozessoren (GPU) werde. Positiv sei auch die neue Segmentierung. So wachse neben Hyperscalern der Bereich ACIE (KI Clouds, Industrie und Enterprise) besonders dynamisch.
Nvidia hatte die Geschäftszahlen am Vortag nach dem New Yorker Börsenschluss präsentiert. Wie so oft waren die Erwartungen gerade hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung enorm hoch. Analysten werteten die Zahlen vornehmlich positiv. Doch hier und da wurden auch Sorgen ob der Nachhaltigkeit des Wachstums laut, vornehmlich, weil der Konzern zunehmend Konkurrenz bekommt.
Nvidia erwartet für das laufende Quartal nunmehr einen Umsatz von 91 Milliarden Dollar. Dies liegt etwas über der durchschnittlichen Erwartung von Analysten, die prognostizierte bereinigte Bruttomarge traf aber im Großen und Ganzen nur die Annahmen am Markt. In den vergangenen Jahren hatte der KI-Primus Marktteilnehmer daran gewöhnt, dass er alle Prognosen von Analysten stark übertrifft.
Es gehe von jetzt an nicht um die Frage, ob die Nachfrage derzeit stark sei, sondern wie lange das Wachstumstempo die Erwartungen noch übertreffen könne, kommentierte Analyst Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown. Er glaubt, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur, die Investitionspläne der Kunden und die Cash-Generierung dafür sprechen, dass die Ertragskraft länger auf einem höheren Niveau bleiben werde, auch wenn Nvidia vielleicht nicht die Anerkennung bekomme, die mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis verdient wäre.
Die Wachstumstreiber des KI-Konzerns blieben beeindruckend, einige Anleger dürften allerdings Vorsicht walten lassen, schrieb Analyst Tom O'Malley von der britischen Investmentbank Barclays in seiner Reaktion auf den Quartalsbericht. Er registriert eine abwartende Haltung vor der Einführung des Grafikprozessors Rubin, der laut dem Unternehmen die Leistung von Blackwell noch einmal verdoppeln wird. Rubin wird wohl Ende des Jahres verfügbar sein.
Nvidia ist mit seinen Produkten für Rechenzentren ein zentraler
Motor des KI-Booms und profitiert davon am meisten. Der Börsenwert
des Unternehmens ist auf Basis des Schlusskurses vom Mittwoch in den
vergangenen fünf Jahren um mehr als das 15-Fache auf 5,6 Billionen
Dollar gestiegen. Damit ist Nvidia derzeit das wertvollste
Unternehmen der Welt, gefolgt von der Google-Mutter Alphabet
Im bisherigen Jahresverlauf hat sich die Nvidia-Aktie mit einem Plus
von rund einem Fünftel aber vergleichsweise schwergetan. Im Nasdaq
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ISIN US6311011026 US67066G1040 US78378X1072
AXC0296 2026-05-21/18:05
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