Der italienische Versicherer Generali
hat im ersten Quartal deutlich höhere Schäden durch
Naturkatastrophen tragen müssen. Wegen eines teuren Ereignisses in
Portugal lag die Belastung mit 426 Millionen Euro rund neunmal so
hoch wie ein Jahr zuvor. Gestiegene Prämieneinnahmen, die Auflösung
von Schadenrückstellungen und gute Geschäfte in der
Lebensversicherung machten die Belastungen jedoch wett. Der
operative Gewinn stieg konzernweit um acht Prozent auf 2,2
Milliarden Euro, wie Generali am Donnerstag in Triest mitteilte. Der
Überschuss sank hingegen um zwei Prozent auf knapp 1,2 Milliarden
Euro.
Dabei konnte der Konzern seine Prämieneinnahmen im Jahresvergleich
um fast sieben Prozent auf rund 28,2 Milliarden Euro steigern. In
der Lebensversicherung legte der Wert des Neugeschäfts sogar um fast
ein Fünftel zu. Der operative Gewinn des Bereichs wuchs um zehn
Prozent, während die Schaden- und Unfallversicherung nur ein Prozent
mehr abwarf.
Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich wegen der
höheren Katastrophenschäden zwar von 89,7 auf 90,5 Prozent, blieb
jedoch weit unter der kritischen Marke von 100 Prozent. Auch andere
Versicherer wie die Allianz mussten im ersten Quartal
hohe Belastungen in Portugal und Spanien schultern, wo Sturm
"Kristin" teure Schäden hinterlassen hatte./stw/tav/stk