Eurowings stößt in Lücken im Berliner Flugplan
Nach dem angekündigten Abzug von
Ryanair
Die Eurowings-Flotte am BER wächst damit auf elf Flugzeuge, die annähernd 50 Ziele anfliegen. Mehr als 300 Crew-Mitglieder sind den Flugzeugen zugeordnet. "Wir glauben an Berlin und sehen - allen Krisen zum Trotz - gute Perspektiven für den Standort", erklärt Eurowings-Chef Max Kownatzki laut einer Mitteilung.
Vor wenigen Tagen hatte Ryanair bekanntgegeben, ihre sieben Flugzeuge aus Kostengründen abzuziehen und das Winter-Flugangebot in Berlin um die Hälfte zu kürzen. Als Gründe führten die Iren hohe staatliche Steuern und Gebühren sowie weiter steigende Flughafenentgelte an. Die Gewerkschaft Verdi sieht in dem Abzug eher eine Reaktion auf die Gründung eines Standort-Betriebsrats bei der Ryanair-Tochter Malta Air. An diesem Donnerstag berät der Bundestag über die geplante Absenkung der Luftverkehrsteuer, die Ryanair als nicht ausreichend kritisiert hat.
Lufthansa-Gruppe in der Hauptstadt Marktführer
Mit den zusätzlichen Eurowings-Flügen wächst die Präsenz der
Lufthansa-Gruppe als Marktführer in der Hauptstadt. Neben Eurowings
fliegen auch Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines
und SunExpress regelmäßig von und nach Berlin. Mit rund 30 Prozent
des Angebots sei man Marktführer. Die größten Konkurrenten Easyjet
Auch Eurowings-Chef Kownatzki kritisiert die Kostenstruktur an deutschen Flughäfen. Es brauche dringend international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, damit der geplante Netzausbau nachhaltig erfolgreich sein könne. Er erklärte: "Die seit 2019 mehr als verdoppelten Steuern und Gebühren führen dazu, dass viele Airlines inzwischen einen Bogen um Deutschland machen. In Verbindung mit dem rapiden Anstieg der Kerosinkosten wirken sie wie ein Stoppschild für Investitionen in Deutschland."/ceb/DP/stk
ISIN IE00BYTBXV33 DE0008232125 GB00B7KR2P84
AXC0064 2026-05-20/08:08
Relevante Links: Deutsche Lufthansa AG, easyJet plc, Ryanair Holdings plc