Aktien New York: Verluste dominieren - Iran-Hoffnungen helfen nicht lange
Die US-Börsen haben am Montag nicht lange von
neuen Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Krieg profitiert. Der
Leitindex Dow Jones Industrial hielt sich zuletzt mit
einem Plus von 0,18 Prozent auf 49.616 Punkte noch am besten. Zum
Rekordhoch von 50.512 Punkten aus dem Februar fehlen ihm damit
allerdings 1,8 Prozent, nachdem er am Freitag - wie auch die anderen
Indizes - sichtbar unter Gewinnmitnahmen gelitten hatte.
Der marktbreite S&P 500 , der erst am Donnerstag eine
Bestmarke aufgestellt hatte, drehte ins Minus und verlor weitere
0,24 Prozent auf 7.391 Punkte. Für den am Donnerstag ebenfalls
rekordhohen Tech-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um
0,77 Prozent auf 28.900 Punkte bergab.
Vorbörslich hatten zunächst schärfere Töne zwischen dem Iran und den
USA belastet. Meldungen, wonach weitere Lösungsideen ausgetauscht
werden, gaben den Kursen nur zeitweise etwas Schwung. Unter anderem
soll die US-Seite iranischen Medien zufolge dazu bereit sein,
Ölsanktionen gegen den Iran vorübergehend auszusetzen. Dies war eine
zentrale Forderung Teherans für die Zustimmung zu einem
Friedensabkommen und die Wiederöffnung der Straße von Hormus.
Allerdings hätten die USA das Angebot einer Aussetzung, die bis zum
Abschluss eines endgültigen Abkommens gelten würde, nicht bestätigt,
berichtete die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim
unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Verhandlungsteams.
Die zeitweise schwächelnden Ölpreise legten daher zuletzt wieder zu.
"Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus bleibt der
entscheidende Marktfaktor, da kein klares Ende in Sicht ist und die
Pufferreserven der weltweiten Ölvorräte rapide schrumpfen",
kommentierte Elias Haddad von der US-Bank Brown Brothers Harriman &
Co.
Im Dow zählte Unitedhealth mit weiteren
Gewinnmitnahmen von 1,7 Prozent zu den größten Verlierern. Als
Belastung erwies sich der Ausstieg der bekannten
Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway bei dem
Krankenversicherer. Derweil hat Berkshire bei der Fluggesellschaft
Delta Air Lines eine Beteiligung von 2,6 Milliarden
US-Dollar aufgebaut. Die Delta-Aktien legten um 0,8 Prozent zu.
Die Titel von Rocket Lab gewannen 1,8 Prozent. Hier
sorgte ein Bericht des "Wall Street Journal" für Auftrieb, wonach
der Rekord-Börsengang der Weltraumfirma SpaceX von Tesla-Chef Elon
Musk am 12. Juni über die Bühne gehen soll. Dabei wolle SpaceX bis
zu 80 Milliarden US-Dollar bei Investoren einsammeln, schrieb die
Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Nach Informationen
der Nachrichtenagentur Bloomberg strebt SpaceX bei der
Aktienplatzierung eine Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar
an.
Bei Dominion Energy konnten sich die Anleger über
einen Kurssprung von 8,8 Prozent freuen. Der US-Energiekonzern
Nextera will das Unternehmen für rund 67 Milliarden
Dollar in eigenen Aktien übernehmen, woraufhin die Nextera-Titel 6,3
Prozent einbüßten.
Die Papiere von Regeneron Pharmaceuticals knickten um
9,9 Prozent ein, nachdem eine Melanom-Studie für das Mittel
Fianlimab die Erwartungen verfehlt hatte./gl/he