APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
500 "ernst zu nehmende" Cyberangriffe bei ESC
Wien - Der 70. Eurovision Song Contest war vor allem für die Sicherheitsbehörden eine große Herausforderung. Allein 500 "ernst zu nehmende" Cyberangriffe gab es, die alle abgewehrt werden konnten, zog die Polizei am Montag in einer Pressekonferenz erfolgreich Bilanz. 22.000 Personen wurden sicherheitsbehördlich überprüft, 74 Anzeigen erstellt und 16 Personen festgenommen, resümierte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).
Zeuge aus Großbritannien im Ott-Prozess vernommen
Wien - Am Wiener Landesgericht ist am Montag der Spionage-Prozess gegen den ehemaligen Chefinspektor im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Egisto Ott, fortgesetzt worden. Dabei wurde zunächst die Öffentlichkeit ausgeschlossen - zum Schutz eines aus Großbritannien angereisten Zeugen und um die nationale Sicherheit nicht zu gefährden, wie der vorsitzende Richter erklärte. Auch die Identität des Zeugen wurde aus Sicherheitsgründen nicht enthüllt.
Massiver russischer Gegenangriff nach Attacken auf Moskau
Kiew (Kyjiw) - Russland hat die massiven ukrainischen Drohnenattacken auf Moskau in der Nacht auf Montag mit Gegenangriffen beantwortet. Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf Regionen im Zentrum und Süden der Ukraine wurden Behördenangaben zufolge eine Person getötet und mindestens 30 Menschen verletzt. Berichten der zuständigen Regionalgouverneure auf Telegram zufolge starb die Person im südukrainischen Cherson. Auch Russland meldete neue Drohnenangriffe aus der Ukraine.
AI: Hinrichtungen auf Höchststand seit mehr als 40 Jahren
Wien/Teheran/Riad - Die Zahl der Hinrichtungen weltweit ist laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) so hoch wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr. Für diesen Negativrekord ist laut einem aktuellen Bericht der NGO zur Anwendung der Todesstrafe eine kleine Gruppe von Ländern hauptverantwortlich - allen voran der Iran. Schätzungen zufolge vollzieht China die meisten Hinrichtungen weltweit - die genaue Zahl ist allerdings Staatsgeheimnis.
Erste Prüfungstagsatzung in Laura Privatstiftung-Insolvenz
Innsbruck - Im Insolvenzverfahren gegen die von Immobilienunternehmer René Benko einst mitgegründete Laura Privatstiftung findet Montagnachmittag am Landesgericht Innsbruck die erste Prüfungstagsatzung statt. Rund 1,7 Mrd. Euro an Forderungen wurden im Vorfeld angemeldet, hatte die APA erfahren. Es sei davon auszugehen, dass nur ein "geringer Teil" davon anerkannt werde, erklärte Masseverwalter Stefan Geiler.
Minus bei Geburten und Kinderwunsch: Barometer zeigt Trends
Wien - Der Geburtenrückgang in Österreich hält weiterhin an. "Die Geburtenrate wird wohl auch noch weiter hinuntergehen", sagte der Demograph Kryštof Zeman gegenüber der APA. Dafür sprechen die von ihm, Caroline Berghammer und Kollegen erstellten Datenanalysen für eine neue Ausgabe des "Geburtenbarometer" der Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Auch die Entwicklung, dass immer mehr junge Frauen kinderlos bleiben wollen, werde sich wohl noch verstärken, so ihre Annahme.
OMV startet Erdgasförderung im niederösterreichischen Wittau
Wien/Glinzendorf - Der Öl- und Gaskonzern OMV hat am Montag im niederösterreichischen Wittau offiziell die Förderung von Erdgas aufgenommen. Das Vorkommen östlich von Wien gilt mit geschätzten 48 Terawattstunden (TWh) als das bedeutendste des Landes seit vier Jahrzehnten. Das Projekt soll die heimische Gasproduktion stärken und in der ersten Phase den Bedarf von rund 100.000 Haushalten decken. Durch die Förderung soll die Eigenversorgung von 6 auf bis zu 10 Prozent steigen.
Phishing: 717 Beschwerden bei Ombudsstelle seit 2023
Wien - Wegen Betrugs durch Phishing-Angriffe hat es seit dem Jahr 2023 insgesamt 717 Beschwerden bei der Ombudsstelle für Zahlungsprobleme des Konsumentenschutzministeriums gegeben. 76 Prozent davon führten zu einer direkten Intervention bei der Bank. In 363 Fällen kam es zu einer Einigung - 305 davon außergerichtlich, 58 durch Klagen des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Insgesamt wurden rund 1,5 Millionen Euro für Betroffene zurückgeholt, meldete das Ministerium am Montag.
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red