Aktien Frankfurt Schluss: Dax am Ende einer schwachen Woche tiefrot
Inflations- und Konjunktursorgen sowie
fehlende Verhandlungsfortschritte im Nahen Osten haben den Dax
am Freitag wieder deutlich unter Druck gesetzt. Zum
Handelsende büßte der deutsche Leitindex 2,07 Prozent auf 23.950,57
Zähler ein. Damit rutschte er sowohl unter die 24.000-Punkte-Marke
als auch unter die 200-Tage-Linie, die charttechnisch orientierten
Beobachtern Hinweise auf den längerfristigen Trend gibt. Das
Wochenminus beträgt trotz der Erholung der vergangenen zwei Tage 1,6
Prozent. Die Ölpreise zogen am Freitag kräftig an.
"Nach der Feiertagsrally rund um Christi Himmelfahrt macht sich
zunehmend Katerstimmung breit", schrieb Marktanalyst Timo Emden. Die
hohen Erwartungen an das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump
und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping hätten die
Aktienkurse zunächst gestützt. "Nach dem Gipfel überwiegt jedoch die
Enttäuschung über ausbleibende konkrete Fortschritte zur Beilegung
des Iran-Konflikts."
Diese bekam am Freitag auch der MDax der mittelgroßen
Werte mit einem Minus von 1,66 Prozent auf 31.365,17 Punkte zu
spüren. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um
1,8 Prozent. In Großbritannien mussten die Anleger ebenfalls herbe
Kursverluste verkraften. Dagegen reichte es in der Schweiz, wo am
Vortag wegen eines Feiertags nicht gehandelt worden war, für ein
minimales Plus. In New York gaben die wichtigsten Indizes zum
europäischen Handelsende um 0,9 bis 1,1 Prozent nach./gl/he