Aktien Frankfurt Ausblick: Schwächer - Hohe Ölpreise, keine Iran-Fortschritte
Nach dem starken Feiertagshandel an Christi
Himmelfahrt geht es für den Dax am Freitag wohl
zunächst wieder abwärts. Der X-Dax signalisierte für
den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein
Minus von 1,2 Prozent auf 24.168 Punkte. Damit würde der Dax wieder
in Richtung der 200-Tage-Linie bei aktuell 24.118 Punkten rutschen.
Der marktbreite US-Index S&P 500 war am Vorabend
erstmals über 7.500 Punkte geklettert und nähert sich damit zehn
Prozent Jahresplus. Stephen Innes von SPI Asset Management sprach
von einer "KI-Mania", die aus der Wall Street eine
"Momentum-Maschine" gemacht habe. Im Technologie-Auswahlindex Nasdaq
100 sind es so bereits 17 Prozent Jahreszuwachs. Zum
Vergleich: Der Dax liegt 2026 minimal im Minus.
Die starke Vorlage aus den USA wird allerdings am Morgen durch klare
Verluste in Asien überlagert. Laut Innes werden die
Vorschusslorbeeren des Treffens zwischen den Präsidenten Chinas und
der USA wieder eingesammelt. Es habe die Lage vielleicht etwas
entspannt, aber die "strukturelle Rivalität" sei ungebrochen. Die
zuletzt ohnehin wieder hohen Ölpreise ziehen wegen des weiterhin
ungelösten Krieges zwischen den USA und dem Iran weiter an.
Der Mobilfunk- und TV-Anbieter Freenet steigerte im
ersten Quartal den Umsatz deutlich. Treiber war vor allem die
Integration von Mobilezone Deutschland sowie ein Wachstum beim
Internet-Fernsehprodukt waipu.tv. Die Prognose für 2026 bestätigte
der Konzern. Die Aktien gewannen im vorbörslichen Handel auf
Tradegate gegenüber ihrem Xetra-Schluss moderat dazu.
Fraport meldete für den Monat April einen
zwestelligen Passagierrückgang. Grund seien Streiks gewesen, hieß
es. Die Papiere gaben auf Tradegate leicht nach im Vergleich mit dem
Xetra-Schluss. Die Schweizer Großbank UBS gab unterdessen ihre
Verkaufsempfehlung für Fraport auf. Mit der jüngsten Korrektur im
Zuge des Nahost-Kriegs sei der Kurs näher an den Fundamentalwert
herangerückt, schrieb Analyst Cristian Nedelcu.
Gewinnmitnahmen prägten das Bild bei den Aktien des Chipherstellers
Infineon mit einem Abschlag von 4 Prozent zum
Xetra-Schluss nach einer Rally mit 80 Prozent Kursgewinn im Jahr
2026.
Nach oben ging es für Nagarro bei allerdings noch
nicht sehr ausgeprägtem Handel auf Tradegate. Der IT-Dienstleister
steigerte im ersten Quartal den Umsatz etwas und verdient mehr. Die
Prognose für 2026 bestätigte das Unternehmen./ajx/jha/