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Verlust des Großkunden 1&1 zieht Mobilfunker O2 nach unten

Der Verlust eines Großkunden hinterlässt Bremsspuren im Geschäft des Telekommunikationsanbieters O2 Telefónica. Wie das Unternehmen in München mitteilte, sank der Umsatz im ersten Quartal um 8,6 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (Ebitda) schrumpfte um 8,4 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro.

Konkurrent 1&1 hatte sich jahrelang im O2-Handynetz eingemietet, um seinen Kunden auch dort Verbindungen zu ermöglichen, wo 1&1 keine eigenen Antennen hatte. 2024 wechselte 1&1 aber zu Vodafone und buchte bis Ende 2025 rund 12 Millionen Kunden auf dessen Netz um. Dadurch bekam O2 deutlich weniger Geld in die Kasse.

Der 1&1-Effekt wird auch in den kommenden Quartalen noch Folgen haben für die O2-Geschäftszahlen. 2027 rechnet die Firma wieder mit steigendem Umsatz. "Aktuell sind Umsatz und Ergebnis beeinflusst von temporären Effekten aus dem Partnergeschäft", sagte O2-Finanzchef Mark Rolle. "Diese werden wir in der zweiten Jahreshälfte zunehmend überwinden."

O2 kann sich über mehr Kunden freuen

O2 Telefónica macht den größten Teil seines Geschäfts mit Mobilfunk. Außerdem verkauft die Firma Verträge für Festnetz-Internet sowie Smartphones. Im ersten Quartal konnte das Münchner Unternehmen die Anzahl seiner Mobilfunk-Vertragskunden um 48.000 steigern. Das war deutlich weniger als in den vier Quartalen zuvor, als der Zuwachs jeweils bei mehr als 150.000 gelegen hatte.

Deutschlands Handymarkt gilt als gesättigt, großes Wachstum ist schwierig. Die O2-Konkurrenten schnitten zum Jahresauftakt unterschiedlich ab: Die Deutsche Telekom verbuchte in dem Quartal im Mobilfunk ein Vertragskunden-Plus von 200.000, bei 1&1 war es eine Plus-Minus-Null-Entwicklung und Vodafone musste ein Minus von 77.000 hinnehmen.

O2 gehört zum spanischen Telefónica-Konzern, die Firma hatte zum Jahreswechsel in Deutschland ihrem Geschäftsbericht zufolge 7650 Beschäftigte./wdw/DP/jha

 ISIN  DE0005545503  DE0005557508  GB00BH4HKS39

AXC0045 2026-05-14/08:09

Relevante Links: 1&1 AG, Deutsche Telekom AG, Vodafone Group plc

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