US-Tech-Riesen zur Kasse bitten? Telekom gibt Forderung auf
Im Ringen um eine finanzielle Beteiligung von
US-Technologieriesen wie Google
Höttges und andere Chefs großer europäischer Telekommunikationskonzerne hatten in den vergangenen Jahren immer wieder darauf gedrängt, die US-Technologieriesen an Kosten zu beteiligen, schließlich nutzten deren Datendienste die europäischen Netze und zahlten dafür keinen Cent. Sie wollten einen "Fair Share", also eine faire Beteiligung an den Kosten. Die US-Firmen wiederum argumentierten, dass die Nachfrage nach gutem Internet erst wegen ihrer Dienste so hoch sei und davon auch die Netzbetreiber profitierten.
In der deutschen und europäischen Politik stießen die Netzbetreiber mit ihrer Haltung zwar auf Verständnis, EU und Bundesregierung wollten deswegen aber keinen Konfrontationskurs mit den USA. Diese Tatsache bringt Telekom-Chef Höttges nun zähneknirschend zu der Erkenntnis, dass seine "Fair Share"-Forderung keinen Erfolg haben wird.
"Die Deutsche Telekom hat eigentlich diese Fair-Share-Debatte aufgegeben", sagte der Manager. "Wir schaffen hier keinen Fortschritt und wir kriegen auch keine politische Unterstützung für das Thema. Deswegen suche ich momentan die Nähe zu den großen Internetkonzernen in Amerika, dass wir hier zu einem partnerschaftlichen Austausch der Datenverkehre kommen." Man müsse dann sehen, wie man die entstehenden Kosten anderweitig kompensieren könne.
In einem langwierigen Rechtsstreit hatte die Deutsche Telekom im
Februar vor Gericht durchgesetzt, dass der Facebook-Mutterkonzern
Meta
ISIN US64110L1061 DE0005557508 US30303M1027 US02079K1079
AXC0291 2026-05-13/13:38
Relevante Links: Deutsche Telekom AG, Alphabet Inc., Meta Platforms Inc., Netflix Inc.