ROUNDUP: US-Senator traut Pakistan nicht als Vermittler im Iran-Krieg
Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham hat sich empört über einen Medienbericht gezeigt, wonach Pakistan als Vermittler im Iran-Krieg Teheran das Abstellen von Flugzeugen auf seinen Stützpunkten gestatten soll. "Ich traue Pakistan nicht über den Weg", sagte der Republikaner in einem Senatsausschuss. Er konfrontierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine mit der Frage, ob der Bericht zutreffend sei. Keiner der beiden wollte sich zu dem Sachverhalt äußern.
"Wenn tatsächlich iranische Flugzeuge auf pakistanischen Stützpunkten stationiert sind, um iranische Militäranlagen zu schützen, dann sagt mir das, dass wir uns nach jemand anderem als Vermittler umsehen sollten", sagte Graham. Er vermutete dies als Grund für die seit Wochen stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.
US-Präsident Donald Trump lehnt es derweil ab, Pakistan als Vermittler auszutauschen. "Nein, sie sind toll", sagte er kurz vor seinem Abflug nach Peking zu einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping.
Zuvor hatte der US-Sender CBS News unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter berichtet, der Iran habe Flugzeuge nach Pakistan und Afghanistan verbracht. Teheran habe kurz nach Trumps Verkündung der Waffenruhe im April mehrere Militärflugzeuge auf eine Militärbasis in der Nähe von Islamabad geflogen.
Das pakistanische Außenministerium wies den CBS-Bericht in einer Stellungnahme als "irreführend und reißerisch" zurück. Einige Flugzeuge des Iran und der USA seien nach Verkündung der Waffenruhe in Pakistan angekommen, um die Logistik im Rahmen der Friedensverhandlungen der beiden Länder in Islamabad zu unterstützen. Einige Flugzeuge und Personal seien anschließend in Erwartung weiterer Gespräche im Land verblieben./ngu/DP/he
AXC0407 2026-05-12/20:03