Aktien Wien Schluss: Deutliche Verluste - Unsicherheit im Iran-Krieg belastet
Die verfahrene Lage zwischen den USA und dem Iran
im Krieg trübt die Laune an den europäischen Börsen. Die Wiener
Börse ging daher, wie auch die wichtigsten europäischen Pendants, am
Dienstag mit Verlusten aus dem Tag. Der Leitindex ATX
Die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran haben erneut einen Dämpfer erlitten. Der Ton wird schärfer. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die jüngste Antwort des Irans als "völlig inakzeptabel" und sprach weitere Drohungen gegen die Islamische Republik aus.
Im Iran herrscht großes Misstrauen. Die iranische Regierung hält ein Wiederaufflammen der Kampfhandlungen für wahrscheinlich. Eine gut informierte Quelle sagte, es gebe keine Entwicklungen mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington. Trumps China-Reise ist aus iranischer Sicht jedoch mit der Hoffnung verbunden, dass Staatschef Xi Jinping zu einer möglichen Deeskalation beitragen könnte.
In Österreich rückte die Agrana mit den Zahlen zum Geschäftsjahr 2025/26 in den Mittelpunkt. Der Agrarkonzern ist demnach in die Verlustzone gerutscht. Die Dividende soll halbiert werden. Gestern gingen Agrana mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent noch als Topperformer im ATX prime aus dem Tag. Heute tendierten die Papiere zum Schluss bei minus 4,1 Prozent.
Die Erste Group schrieb zur Agrana-Jahresbilanz, dass der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026/27 relativ optimistisch sei, hat aber Zweifel bezüglich einer Trendwende. Der Nahostkonflikt habe die Unsicherheiten und den externen Druck zuletzt verstärkt und zu steigenden Energiepreisen sowie höheren Kosten für Logistik, Verpackung und Rohstoffe geführt. Es werde an der Empfehlung "Hold" festgehalten.
Die Aktien des Luftfahrtzulieferers FACC legten nach einem Start im Minusbereich letztlich 1,18 Prozent auf 13,70 Euro zu. Die Erste Group hat ihr Kursziel für FACC von 15,0 Euro auf 18,7 Euro erhöht. Die Empfehlung "Buy" wurde beibehalten.
Am obersten Ende standen AMAG mit plus 1,8 Prozent. Die
schwergewichteten OMV
Am anderen Ende findet sich Frequentis. Die Aktien des
Technologieunternehmens verloren 15,9 Prozent. Auch die
schwergewichteten Bankenwerte fanden sich in der Verlustzone. Bawag
ISIN AT0000999982
AXC0384 2026-05-12/18:26
Relevante Links: OMV AG, Raiffeisen Bank International AG, BAWAG Group AG