, dpa-AFX

Selenskyj kritisiert Moskaus Rückkehr zum Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland für das Wiederaufflammen der Kämpfe nach dem Auslaufen einer dreitägigen Waffenruhe verantwortlich gemacht. "Russland hat sich dafür entschieden, die teilweise Stille zu beenden, die mehrere Tage geherrscht hat", schrieb Selenskyj auf dem Portal X. "Über Nacht sind mehr als 200 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet worden."

Die Ukraine habe angekündigt, dies mit Gleichem zu vergelten. "Russland muss diesen Krieg beenden, und es ist Russland, das Schritte zu einem dauerhaften Waffenstillstand machen muss", schrieb Selenskyj. Die ukrainische Armee startete in den frühen Morgenstunden ebenfalls Drohnenangriffe auf den russischen Rückraum. Von Samstag bis Montag hatte eine dreitägige Waffenruhe gegolten, die von den USA vermittelt worden war.

Militär und Kreml in Moskau erklären Ende der Waffenruhe

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte offiziell, dass die sogenannte militärische Spezialoperation gegen die Ukraine seit Tagesanbruch fortgesetzt werde. Militärische Spezialoperation ist in Russland die offizielle Bezeichnung für den Krieg gegen das Nachbarland. Die Armee habe ukrainische Luftwaffenstützpunkte, Munitions- und Treibstofflager sowie Truppenkonzentrationen an 56 Orten angegriffen. Solche Angaben sind nicht im Detail zu überprüfen.

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, die "humanitäre Feuerpause" sei vorbei. Die militärische Spezialoperation gehe weiter, sagte er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Die Ukraine hofft seit langem auf eine längere Waffenruhe, in der über einen Waffenstillstand und eine Friedenslösung verhandelt werden könnte. Moskau hat die Feuerpausen über hohe Feiertage immer begrenzt. In diesem Fall ging es darum, mit einer Militärparade am Samstag in Moskau ungestört das Andenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg feiern zu können./fko/DP/men

AXC0226 2026-05-12/12:15

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.