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ROUNDUP: Trump: Waffenruhe mit Iran am seidenen Faden

Die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran hängt nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der "dämliche Vorschlag" aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. "Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe."

Trump sagte, die Feuerpause liege quasi auf der Intensivstation, wo ein Arzt hereinkomme und sage: "Sir, Ihr Angehöriger hat eine Überlebenschance von etwa einem Prozent".

Trump sagte, der Iran habe sich zunächst bereiterklärt, dass die USA das angereicherte Uran außer Landes schafften. Die Führung in Teheran habe gesagt, nur die USA oder China könnten die komplizierte Bergung durchführen. "Aber sie haben ihre Meinung geändert, es stand nämlich nicht in dem Papier", sagte Trump. Auf Nachfrage eines Journalisten sagte Trump, er glaube dennoch, dass eine diplomatische Lösung weiter möglich sei.

Iran dementiert Trump-Aussagen

Der Iran wies einem Bericht zufolge Trumps Aussagen zurück. Das Verhandlungsteam habe nicht zugestimmt, das hoch angereicherte Uran außer Landes zu schaffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle.

Auch Berichte darüber, dass Iran einem Stopp der Urananreicherung für 15 Jahre zugestimmt hätte, seien gelogen, berichtete Tasnim weiter. Derartige Informationen seien "psychologische Kriegsführung", schrieb die Agentur, die Irans mächtigen Revolutionsgarden nahesteht.

Das iranische Atomprogramm ist seit Jahren umstritten. Die USA, Israel und der Westen werfen der Führung in Teheran vor, nach Atomwaffen zu streben. Der Iran bestreitet dies. Kritisch bewertet der Westen insbesondere die Bestände von rund 440 Kilogramm Uran, das im Iran auf 60 Prozent angereichert wurde und bei Weiterverarbeitung für den Bau mehrerer Atomwaffen dienen könnte.

Diplomatische Bemühungen stocken

In dem seit über zwei Monaten dauernden Krieg mit dem Iran waren die diplomatischen Bemühungen um ein Friedensabkommen zuletzt ins Stocken geraten. Trump hatte den Vorschlag des Irans bereits am Wochenende als "inakzeptabel" abgetan. Eine zweite Runde direkter Verhandlungen in Pakistan ist trotz mehrerer Versuche bisher nicht zustande gekommen.

Wie das Portal "Axios" unter Berufung auf US-Beamte berichtet, will Trump noch heute das weitere Vorgehen besprechen. Neben Vizepräsident JD Vance sollen demnach auch der Sondergesandte Steve Witkoff, CIA-Chef John Ratcliffe, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Außenminister Marco Rubio und Generalstabschef Dan Caine an dem Treffen teilnehmen.

In dem vom Iran zuletzt vorgelegten Plan heißt es laut Staatsmedien, dass die USA Reparationen für die angerichteten Kriegsschäden im Iran zahlen müssten. Die Islamische Republik fordert demnach auch die volle Souveränität über die Straße von Hormus, ein Ende der Sanktionen gegen das Land und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte. Keine Rolle spielte in der Antwort laut den Berichten der Streit über das iranische Atomprogramm./jcf/DP/he

AXC0341 2026-05-11/20:38

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