ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow stabil - Rekordrally an Nasdaq
Ungeachtet wieder zunehmender Spannungen im
Nahost-Konflikt haben die US-Aktienmärkte am Freitag angeführt von
starken Technologiewerten mehrheitlich zugelegt. Dabei erklommen der
S&P 500 und der Nasdaq 100 erneut
Rekordhochs. Der US-Arbeitsmarktbericht für April fiel merklich
besser als erwartet aus, während der von der Universität Michigan
erhobene Konsumklimaindex stärker als erwartet auf ein Rekordtief
fiel.
Der Dow Jones Industrial schloss 0,02 Prozent höher
bei 49.609,16 Punkten. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein
Wochengewinn von 0,2 Prozent. Der marktbreite S&P 500 legte am
Freitag um 0,84 Prozent auf 7.398,93 Zähler zu. Für den Nasdaq 100
ging es um 2,35 Prozent auf 29.234,99 Punkte aufwärts. Daraus ergab
sich für den technologielastigen Auswahlindex ein Wochenplus von 5,5
Prozent.
Commerzbank-Experte Christoph Balz erwartet nach dem
Arbeitsmarktbericht keine baldige Leitzinssenkung der US-Notenbank.
Die Mitglieder der Fed dürften sich in ihrer mehrheitlich gehaltenen
Einschätzung bestätigt sehen, dass der Arbeitsmarkt im Moment das
geringere Problem sei. "Dagegen verfehlt die Fed ihr Inflationsziel
seit fünf Jahren, und die steigenden Energiepreise sorgen aktuell
für einen weiteren Teuerungsschub", schreibt Balz. "Es ist daher
erst gegen Jahresende mit einer Zinssenkung zu rechnen, auch wenn
sie von Präsident Trump immer wieder gefordert wird."
Im Nahost-Konflikt erklärte das iranische Militär die Gefechte mit
US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet. "Nach einer
gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit
eingestellt und die Lage ruhig", zitierte die iranische
Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte
militärische Quelle. In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden
Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte
US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem Festland an.
Im Anlegerfokus standen die Aktien von Intel und
Apple mit Kursgewinnen von knapp 14 beziehungsweise
2,0 Prozent. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf
Insider berichtet, haben beide Unternehmen eine vorläufige
Vereinbarung getroffen, wonach Intel einen Teil der Chips herstellen
soll, die in Apple-Geräten zum Einsatz kommen. Bereits am Dienstag
hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über Gespräche des
iPhone-Herstellers mit dem Halbleiterkonzern berichtet. Ziel von
Apple sei es, die Abhängigkeit vom taiwanesischen Zulieferer TSMC
zu verringern und Lieferengpässe abzufedern, hieß es
damals.
Die Papiere von Akamai Technologies verbuchten einen
Kurssprung von mehr als 26 Prozent. Der
Cloud-Computing-Dienstleister hatte seine diesjährige
Gewinnzielspanne nach oben hin eingegrenzt. Außerdem wurde ein
Großauftrag im Bereich der Cloud-Infrastrukturen eingefädelt.
Schlechte Nachrichten kamen aus dem Software-Bereich von Cloudflare
, die um knapp 24 Prozent einbrachen. Das auf
Sicherheits-Dienste spezialisierte Unternehmen enttäuschte mit dem
Umsatzausblick und sorgte mit angekündigten Stellenstreichungen für
Aufmerksamkeit.
Einen Kursabschlag von 9,0 Prozent verbuchten die Titel von Expedia
. Analyst John Colantuoni von Jefferies Research
verwies auf eine enttäuschende Buchungsprognose des
Online-Reiseportals für das zweite Quartal. Richard Clarke von
Bernstein schrieb mit Blick auf bestätigte Jahresziele, dass diese
nach dem guten ersten Quartal eine schwächere zweite Jahreshälfte
implizierten./edh/he