USA: Michigan-Konsumklima fällt auf Rekordtief - Inflationssorgen belasten
Die Stimmung der Verbraucher in den USA ist im April auf ein Rekordtief gefallen. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima sank laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 1,6 Punkte auf 48,2 Zähler. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 49,5 Punkte gerechnet. Die Universität verweis auf anhaltende Inflationssorgen wegen des Iran-Kriegs.
Mit Blick auf die Unterindikatoren des Konsumklima-Index verschlechterten sich die Bewertung der aktuellen Lage und die Erwartungen nicht ganz so deutlich wie zunächst ermittelt.
"Insgesamt fühlen sich die Verbraucher weiterhin durch den Kostendruck belastet, der vor allem durch die stark steigenden Preise an den Tankstellen verursacht wird", schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. "Es ist unwahrscheinlich, dass die Entwicklungen im Nahen Osten die Stimmung nennenswert verbessern werden, solange die Versorgungsengpässe nicht vollständig behoben sind und die Energiepreise nicht sinken."
Die Inflationserwartungen der Verbraucher sanken ein wenig. Auf Sicht von einem Jahr fiel sie von 4,7 auf 4,5 Prozent. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) fielen von 3,5 auf 3,4 Prozent. Die US-Notenbank strebt allerdings eine Inflationsrate von 2 Prozent. Im März hatte die Inflationsrate bei auf 3,3 Prozent gelegen.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen./jsl/he
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