Aktien New York: Steigende Ölpreise machen Dow zu schaffen
Nach ihrem zuletzt starken Lauf haben die
US-Aktienmärkte am Donnerstag nachgegeben. Als Grund nannten Händler
die in den vergangenen Stunden gestiegenen Ölpreise. Die Anleger
warten auf Neuigkeiten zu einem möglichen Abkommen zwischen den USA
und dem Iran, das den Öl- und Gastransport durch die strategisch
wichtige Straße von Hormus wiederbeleben würde.
Der Dow Jones Industrial fiel zuletzt um 0,7 Prozent
auf 49.555 Punkte, nachdem er anfangs kurzzeitig über die Marke von
50.000 Punkten geklettert war. Der marktbreite S&P 500
erklomm zunächst ein Rekordhoch, drehte aber ins
Minus und verlor zuletzt 0,5 Prozent auf 7.331 Zähler. Für den
Nasdaq 100 ging es um 0,3 Prozent auf 28.526 Punkte
abwärts, nachdem der technologielastige Auswahlindex anfangs
ebenfalls einen weiteren Höchststand markiert hatte.
Im Nahost-Konflikt prüft Irans Regierung nach eigenen Angaben weiter
einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Sobald die Beratungen
abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler
an die USA kommuniziert. Washington hatte Teheran eine einseitige
Absichtserklärung mit 14 Punkten unterbreitet. Ziel ist es dabei
unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde
Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Die McDonald's-Aktie sank nach anfänglichen klaren
Gewinnen zuletzt um 0,6 Prozent. Der Konzernumsatz und der
bereinigte Gewinn der Schnellrestaurant-Kette fielen im ersten
Quartal überraschend gut aus. Im zweiten Quartal dürfte es aber eine
spürbare Verlangsamung der Umsatzentwicklung geben, sagte Firmenchef
Chris Kempczinski. Die Stimmung der Konsumenten werde etwas
schlechter. Zudem erhöhe der Iran-Krieg das Inflationsrisiko.
Die Papiere von Tesla legten um 1,9 Prozent zu. Der
E-Autohersteller hatte Auslieferungszahlen in China für den Monat
April bekannt gegeben und im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 36
Prozent gemeldet.
Die Anteilscheine von Citigroup gewannen 1,5 Prozent.
Die US-Bank will zwar Aktien im Wert von 30 Milliarden Dollar
zurückkaufen, doch am Markt hatte man sich ein noch größeres Volumen
erhofft.
Arm Holdings warnte anlässlich der Zahlenvorlage vor
einer Flaute in der Smartphone-Branche, wodurch eine entscheidende
Einnahmequelle des Chip-Herstellers beeinträchtigt würde. Der
Chipdesigner erwartet allerdings, dass das Wachstum im Bereich der
KI-Rechenzentren diesen Einbruch mehr als ausgleichen wird. Die
Arm-Titel büßten 10,6 Prozent ein.
Die Aktien von Datadog verzeichneten mit einem
Kursplus von bis zu 38 Prozent den stärksten Kursanstieg seit mehr
als sechs Jahren und kamen damit ihrem Rekordhoch vom November 2025
wieder sehr nahe. Zuletzt notierten sie noch 27 Prozent höher. Der
Softwareentwickler erhöhte Jahresziele für Umsatz und Gewinn und
übertraf damit die Erwartungen der Wall Street bei weitem./edh/he