Wiener Börse - ATX verliert 0,44 % nach Rekordhoch / Im Frühhandel war der heimische Leitindex erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 6.000 Punkten geklettert
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstag nach einem Rekordkurs im Frühhandel mit etwas schwächerer Tendenz aus dem Handel verabschiedet. Am Vormittag war der ATX erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 6.000 Punkten geklettert und schloss nun mit minus 0,44 Prozent auf 5.941,42 Einheiten. Zur Wochenmitte hatte der heimische Leitindex noch um fast drei Prozent gewonnen.
Am Mittwoch beflügelten international die Hoffnungen auf eine baldige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran. Mangels konkreter Schritte ging es am Berichtstag mit den Aktienkursen europaweit nun wieder abwärts. Der Nahost-Konflikt ist laut Helaba-Analysten weiterhin das dominierende Thema an den Finanzmärkten.
Am heimischen Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene Lenzing mit einer Zahlenvorlage in den Fokus. Der oberösterreichische Faserhersteller hat im ersten Quartal 2026 deutlich weniger Gewinn gemacht als im Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern ging von 31,7 Mio. Euro auf 24 Mio. Euro zurück, wie das sich in Umstrukturierung befindliche Unternehmen mitteilte. Der Umsatz verringerte sich wegen niedrigerer Zellstoffpreise sowie geringerer Faserverkaufsmengen und -preisen um 10,8 Prozent auf 615,7 Mio. Euro.
Die Lenzing-Aktie schloss nach klaren Verlaufsgewinnen prozentuell unverändert. Laut Erste Group-Analysten entsprachen die Ergebnisse weitgehend den Erwartungen. Umsatz und Gewinn fielen zwar etwas schwächer aus als prognostiziert, das operative Ergebnis und das EBITDA lagen jedoch leicht über den Schätzungen.
Unter den Technologiewerten fielen AT&S nach dem jüngsten Rekordkurs 1,2 Prozent. Seit dem Jahresauftakt haben die Papiere des Leiterplattenherstellers bereits beachtliche mehr als 210 Prozent zugelegt.
Die schwergewichteten Banken wiesen verschiedene Vorzeichen auf. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International konnten ein Kursplus von 1,8 Prozent einstreifen. Erste Group verteuerten sich um 1,2 Prozent, bei der BAWAG ging es hingegen um zwei Prozent abwärts.
Die Ölpreise gaben mittlerweile den 3. Tag in Folge nach und belasteten damit die Aktien aus dem Bereich. OMV ermäßigten sich um ein Prozent und beim niederösterreichischen Ölfeldausrüster SBO gab es ein Minus von 3,7 Prozent zu sehen.
ste/sto
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