ROUNDUP: Israel greift erstmals seit Waffenruhe in Beiruter Vorort an
Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor drei Wochen hat die israelische Luftwaffe wieder in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Ziel sei ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libansischen Hisbollah-Miliz gewesen, hieß es in einer Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. Man habe ihn dabei "eliminieren" wollen.
Anwohner in Beirut berichteten von lauten Explosionen. Auf den Straßen in den Vororten und darüber hinaus brach Augenzeugen zufolge Panik aus. Viele Autos warteten am Straßenrand, anstatt ihren Weg fortzusetzen. Bewohner aus den südlichen Vororten flohen. "Als wir die Explosionen gehört haben, sind wir die Treppen hinuntergerannt und geflohen", sagte ein Anwohner der Deutschen Presse-Agentur.
"Die Radwan-Kämpfer unter seiner Führung waren verantwortlich für Beschuss israelischer Ortschaften und Angriffe auf israelische Soldaten", hieß es weiter in der Mitteilung. "Kein Terrorist genießt Immunität - die lange Hand Israels wird jeden Feind und Mörder erreichen." Ziel sei es, die Sicherheit der Einwohner Nordisraels zu gewährleisten.
Obwohl offiziell eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel gilt, kommt es weiterhin täglich zu gegenseitigen Angriffen. Seit Anfang März hatte sich der Konflikt im Zuge der regionalen Eskalation erneut deutlich verschärft, nachdem Raketen aus dem Libanon abgefeuert worden waren. Israel reagierte darauf mit Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Südlibanon, begleitet von schweren Gefechten im Grenzgebiet./arj/DP/he
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