Aktien Europa: Erholt - AB Inbev und Unicredit stark
Europas wichtigste Aktienmärkte
haben sich am Dienstag von den Vortagesverlusten erholt. "Insgesamt
setzen die Investoren weiterhin auf die guten Ergebnisse als Stütze
für den Aktienmarkt und fokussieren sich so weniger auf die
Meldungen aus dem Nahen Osten", stellte Andreas Lipkow, Marktanalyst
CMC Markets, fest. Es sei schwer, sich ein klares Bild über die Lage
im Iran-Krieg zu machen. Die Ölpreise gaben nach dem Sprung am
Vortag etwas nach. Das stütze den Markt.
Der EuroStoxx 50 zog am Mittag um 1,32 Prozent auf
5.839,69 Punkte an. Außerhalb der Eurozone gewann der schweizerische
SMI 0,61 Prozent auf 13.082,12 Zähler. Der
Aktienmarkt in London verlor nach der Feiertagspause
dagegen ein Prozent auf 10.259,83 Punkte.
Zu den stärkeren Sektoren gehörten die Nahrungs- und Getränkewerte.
AB Inbev stützten mit deutlichen Gewinnen den Sektor.
Die Aktie des Brauereikonzerns gewann nach der Vorlage von
Quartalszahlen 7,4 Prozent. Analystin Celine Pannuti von JPMorgan
hob den Gewinn je Aktie hervor, dieser habe die Erwartungen um neun
Prozent übertroffen.
Uneinheitlich war dagegen die Entwicklung im Bankensektor. Zahlen
brachten bei Unicredit und HSBC
stärkere Bewegungen in beide Richtungen. Während Unicredit
um 3,8 Prozent stiegen, sanken HSBC um 5,2 Prozent.
Bei der um die Commerzbank buhlenden italienischen
Großbank Unicredit sprachen die Analysten der Citibank von einem
Zahlenwerk für das erste Quartal, das die Erwartungen in
überzeugender Weise übertroffen habe. Die britische Großbank hatte
dagegen im ersten Quartal wegen Kreditausfällen und der Folgen des
Iran-Kriegs überraschend weniger verdient.
Im Telekomsektor gab es Nachrichten zu Vodafone . Der
britische Telekommunikationskonzern übernimmt die vollständige
Kontrolle über die britische Mobilfunk-Tochter VodafoneThree. Der
Kaufpreis liegt bei 4,3 Milliarden britischen Pfund (rund 4,9 Mrd
Euro). Nach Abschluss des Deals, der für die zweite Jahreshälfte
erwartet wird, ist Vodafone der alleinige Eigentümer von
VodafoneThree. Vodafone gaben leicht nach./mf/jha/