Wiener Börse startet mit Zuwächsen - ATX mit plus 0,5 Prozent / Weiter keine Entspannung im Nahen Osten und bei den damit zusammenhängenden Energiepreisen - RBI mit Quartalsgewinn
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Nachdem der Wiener Aktienmarkt mit leichten Abschlägen in den Tag gestartet ist, konnte er rasch in den Gewinnbereich drehen. Der Leitindex ATX gewann 0,5 Prozent auf 5.766,40 Punkte, der breitere ATX Prime um 0,6 Prozent auf 2.852,98 Einheiten. Auch die wichtigsten Europabörsen zeigten sich mit Gewinnen.
International ist der Blick weiter auf den Nahen Osten gerichtet. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist weit von einer Entspannung entfernt. "Die Energiepreise liegen auf erhöhten Niveaus und schwanken dort mitunter deutlich. Im Hinblick auf die weiteren Perspektiven an den Finanzmärkten ist zum einen entscheidend, wie lange die Energiepreise erhöht bleiben, und zum anderen, wie stark die Zweitrundeneffekte bei der Inflationsentwicklung sein werden", beschreiben die Experten der Helaba die Situation.
Bezüglich Daten rückt heute in den USA der ISM-Index des Dienstleistungssektors in den Blick. Analysten erwarten den Index weiter im Expansionsbereich.
In Deutschland hat eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zum Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen gezeigt, dass der Irankrieg Spuren hinterlässt. "Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat sich zerschlagen", sagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, am Dienstag unter Verweis auf die Umfrage. Am stärksten betroffen sind wenig überraschend deutsche Unternehmen, die in der Golf-Region aktiv sind. Im Augenblick bewerten in der DIHK-Umfrage 39 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend, 13 Prozent als schlecht.
In Österreich rückt die Raiffeisen Bank International (RBI) mit Zahlen in den Fokus. Demnach hat die RBI im ersten Quartal des Jahres einen Gewinn von 209 Millionen Euro gemacht, nach 260 Mio. in der Vergleichsperiode 2025. Das Russlandgeschäft der Bank wird dabei nicht mitbetrachtet. Dieses habe sich weiter reduziert, schrieb die Bank am Dienstag. Das Ergebnis sei "belastet durch vorgezogene Buchung gestiegener Bankenabgaben". Das Betriebsergebnis (ohne Russland) stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 760 Mio. Euro. RBI-Titel verloren in der ersten Handelsstunde 2,3 Prozent und waren damit Schlusslicht im ATX Prime-Segment.
Die weiteren schwergewichteten Bankenwerte zeigten sich mit Zuwächsen. BAWAG legten 1,4 Prozent, Erste Bank 0,5 Prozent zu.
Die Erste Group hat für den Flughafen Wien das Kursziel von 57,7 Euro auf 54,3 Euro herabgesetzt. Die Empfehlung "Hold" wurde nicht geändert. Die Flughafenpapiere legten 0,20 Prozent auf 48,90 Euro zu.
Palfinger verloren 0,73 Prozent auf 34,55 Euro. Analysten der Berenberg Bank haben die Kaufempfehlung "Buy" für den Kranhersteller beibehalten. Ebenso bleiben sie bei ihrem Kursziel von 42,00 Euro.
Spitzenreiter im ATX Prime waren RHI Magnesita, die 4,0 Prozent aufbauten. Die Telekom Austria-Aktien konnten 2,0 Prozent zulegen. Damit folgten sie dem europäischen Trend, wo Telekompapiere bisher am meisten gewinnen konnten.
moe/ger
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