Salzgitter darf nach einer
Entscheidung der EU-Kommission die Hüttenwerke Krupp Mannesmann
(HKM) in Duisburg vollständig übernehmen. Angesichts der begrenzten
Auswirkungen auf die Marktstruktur werfe die Übernahme keine
wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, teilte die Brüsseler Behörde
mit.
Der Stahlkonzern Salzgitter hatte sich im Februar mit Thyssenkrupp
Steel auf den Kauf der bislang von Thyssenkrupp
gehaltenen Anteile (50 Prozent) geeinigt. Salzgitter hielt zuvor
bereits 30 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Der dritte
Gesellschafter Vallourec hatte sich damals schon zustimmend
geäußert.
Mit der Übernahme will Salzgitter das Duisburger Werk in seinen
Konzernumbau hin zur CO2-armen Stahlerzeugung einbinden. Dafür
sollen zwei Hochöfen stillgelegt und durch einen
Elektrolichtbogenofen ersetzt werden. Salzgitter plant zudem, die
Belegschaft von 3.000 auf rund 1.000 Beschäftigte zu
verkleinern./tre/DP/nas