dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom 1.Mai-Wochenende
Abschreibungen drücken Douglas tief in Verlustzone - Prognose
gesenkt
DÜSSELDORF - Die Parfümeriekette Douglas hat das
zweite Geschäftsquartal tief in den roten Zahlen abgeschlossen. Der
Nettoverlust für die drei Monate per Ende März dürfte sich auf einen
hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionenbetrag
belaufen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit.
Analysten haben Douglas zufolge bislang ein Minus von lediglich neun
Millionen Euro auf dem Zettel. Verantwortlich dafür sind
Abschreibungen auf französische Geschäftsaktivitäten, den Onlineshop
Parfumdreams sowie die Luxus-Tochter Niche Beauty im mittleren bis
hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dazu kämen weitere
Wertberichtigungen in einem niedrigen zweistelligen
Millionen-Euro-Betrag.
ROUNDUP: Thyssenkrupp will Stahlsparte doch behalten - zumindest
vorerst
ESSEN - Der Industriekonzern Thyssenkrupp will seine
Stahlsparte doch nicht mehr an den indischen Konkurrenten Jindal
verkaufen. Die beiden Unternehmen haben einer Mitteilung zufolge
entschieden, die seit September vergangenen Jahres laufenden
Gespräche auf Eis zu legen. Die Neuaufstellung des Segments solle
aus eigener Kraft konsequent vorangetrieben werden, um den
Stahlbereich erfolgreich und profitabel aufzustellen, hieß es in
Essen. Mittelfristig will sich Thyssenkrupp aber weiter vom
Stahlgeschäft trennen.
Autoindustrie warnt vor Belastung durch neue US-Zölle
BERLIN - Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie,
Hildegard Müller, hat die angekündigte Anhebung von US-Zöllen auf
Autoimporte aus der EU scharf kritisiert und vor erheblichen Folgen
gewarnt.
ROUNDUP 3/Apple: Deutlich höhere Kosten für Speicherchips - Aktie
zieht an
CUPERTINO - Der drastische Anstieg der Speicherchip-Preise trifft
auch den für seine robuste Lieferkette bekannten iPhone-Konzern
Apple . Man rechne mit "erheblich" höheren Kosten für
Speicher im laufenden Quartal, sagte Firmenchef Tim Cook. Auch
danach werde der Speicherpreis zunehmende Auswirkungen auf das
Apple-Geschäft haben.
HOUSTON - Der US-Ölkonzern Chevron hat dank der
kriegsbedingt gestiegenen Öl- und Gaspreise zu Jahresbeginn mehr
verdient als erwartet. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je
Aktie lag im ersten Quartal bei 1,41 US-Dollar, wie der Konzern am
Freitag in Houston mitteilte. Die Texaner übertrafen damit die
durchschnittliche Analystenschätzung von 90 US-Cent deutlich. Die
Aktie verlor im frühen US-Handel belastet von sinkenden Ölpreisen
mehr als ein Prozent.
ROUNDUP 2: Amgen hebt Jahresprognose an - Aktie gibt aber nach
THOUSAND OAKS - Der US-Biotechkonzern Amgen blickt
trotz zunehmender Konkurrenz zuversichtlicher auf das laufende Jahr.
2026 werde der Umsatz bei 37,1 bis 38,5 Milliarden Dollar liegen,
teilte das Unternehmen am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss mit.
Zuvor war Amgen von jeweils 100 Millionen Dollar weniger
ausgegangen. Experten rechneten bisher mit 37,8 Milliarden Dollar.
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 21,70 bis 23,10 Dollar
liegen. Das sind jeweils 10 Cent mehr als zuvor. Experten erwarteten
hier bisher 22,30 Dollar.
ROUNDUP: Colgate-Palmolive wächst stärker als gedacht - Rückgang in
Nordamerika
NEW YORK - Der Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive
ist im Tagesgeschäft mit überraschend starken Zuwächsen ins Jahr
gestartet. Der Umsatz wuchs im ersten Quartal im Jahresvergleich um
gut acht Prozent auf 5,3 Milliarden US-Dollar (4,5 Mrd Euro), wie
der Hersteller von Colgate-Zahncreme und Palmolive-Spülmittel am
Freitag in New York mitteilte. Rechnet man Sonderbelastungen heraus,
stieg auch der Gewinn stärker als von Analysten erwartet. Der
tatsächliche Überschuss ging jedoch um sechs Prozent auf 646
Millionen Dollar zurück.
ROUNDUP: Exxon Mobil verdient dank hoher Ölpreise mehr als erwartet
SPRING - Der US-Ölkonzern Exxon Mobil hat im ersten
Quartal dank der kriegsbedingt gestiegenen Ölpreise mehr verdient
als erwartet. Die Preise und höhere Fördermengen in anderen
Produktionsstätten halfen dem Konzern, Ausfälle durch den Krieg im
Nahen Osten auszugleichen. Der bereinigte Nettogewinn je Aktie lag
im ersten Quartal bei 1,16 US-Dollar, wie der Konzern am Freitag
mitteilte. Vor einem Jahr hatte er noch 1,76 Dollar verbucht. Damit
wurden die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten um zwanzig
Cent übertroffen.
'WSJ': Gamestop peilt Übernahme von Ebay an
NEW YORK - Die Online-Handelsplattform Ebay steht
einem Pressebericht zufolge vor einer möglichen Übernahme. Der
Videospiel-Einzelhändler Gamestop habe einen Anteil
aufgebaut und könnte in diesem Monat ein Angebot vorlegen,
berichtete das "Wall Street Journal" am Wochenende unter Berufung
auf Kreise. Sollte Ebay sich dafür nicht empfänglich zeigen, könnte
sich Gamestop-Chef Ryan Cohen auch direkt an dessen Aktionäre
wenden.
ROUNDUP 2: US-Billigflieger Spirit trotz Trump-Rettungsversuchs am
Ende
WASHINGTON - Der US-Billigflieger Spirit Airlines ist
trotz Rettungsversuchen der Regierung von Präsident Donald Trump am
Ende. Die geordnete Einstellung des Flugbetriebs habe begonnen,
teilte die Fluggesellschaft mit. Alle Flüge seien gestrichen und der
Kundenservice nicht länger verfügbar. Trump hatte eine Lösung ins
Gespräch gebracht, bei der der amerikanische Staat im Gegenzug für
einen rettenden Kredit Anteile an Spirit übernehmen sollte.