Experte: US-Autozölle treffen vor allem deutsche Hersteller
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle von 25 Prozent auf Neuwagen aus der EU könnten für die Autoproduktion in Deutschland zusätzliche Belastungen von jährlich rund 2,5 Milliarden Euro bringen. Das geht aus Berechnungen des Center Automotive Research (CAR) in Bochum hervor. Außerdem ergeben sich demnach weitere Kosten für US-Exporte deutscher Autobauer aus der Produktion in anderen EU-Ländern.
Zwar richtet sich Trumps Vorgehen gegen die Europäische Union, CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer sieht aber ganz klar Deutschland im Fokus. "Da die Exporte der ausländischen Autobauer in die USA unwesentlich sind, lassen sich die neuen Trump-Zoll-Drohungen auch als der Beginn eines Wirtschaftskriegs gegen Deutschland interpretieren", betonte er.
Die Sonderbelastungen aus den Trump-Zöllen würden jedoch nicht vollständig von den Autobauern bezahlt. "Man wird versuchen, einen Teil der Zölle durch Preiserhöhungen auf die Käufer in den USA "abzuwälzen"", sagte Dudenhöffer. Die deutschen Autobauer hätten starke Marken und Käufer würden bei einer Preiserhöhung nicht gleich abspringen.
Wer ist am stärksten betroffen?
Die erhöhten Zölle dürften die Autobauer unterschiedlich treffen,
betonte der Experte. Mercedes
Bei Porsche und Audi etwa sehe das anders aus. "Damit dürften bei beiden die Pläne zum Bau von Autowerken in den USA beschleunigt werden", sagte Dudenhöffer. Insgesamt müsse man davon ausgehen, dass von den Trump-Zöllen zusätzliche Impulse für Verlagerungen der Automobilindustrie aus Deutschland heraus ausgehen./hgo/DP/zb
ISIN DE0005190003 DE0007100000 DE0007664039 US88160R1014
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