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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Anleger wagen sich nach Kursschwäche wieder vor

Auf die jüngste Schwäche an den europäischen Börsen haben Anleger am Donnerstag mit Käufen auf niedrigerem Niveau reagiert. Die Stabilisierung ging mit einer leichten Entspannung bei den Energiepreisen einher. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 , der zuletzt acht Handelstage in Folge gesunken war, stieg um 1,12 Prozent und schloss mit 5.881,51 Punkten.

Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) entsprach weitgehend den Erwartungen und bewegte die Aktienmärkte kaum. Die EZB hält die Leitzinsen im Euroraum trotz des Inflationsschubs infolge des Iran-Kriegs unverändert. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent. Damit tasten die Euro-Währungshüter zum siebten Mal in Folge die Zinsen im Euroraum nicht an.

Außerhalb des Währungsraums stieg der britische FTSE 100 dank der Gewinne bei Öl- und Rohstoffaktien um 1,62 Prozent auf 10.378,82 Punkte. Der schweizerische SMI legte um 0,80 Prozent auf 13.136,27 Zähler zu.

Mit Blick auf die Sektoren gaben Geschäftszahlen den Takt vor. Banken litten unter den mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen aus Frankreich. So sanken BNP Paribas um 1,4 Prozent. Noch stärker nach unten ging es mit Societe Generale und Credit Agricole , die jeweils um mehr als drei Prozent fielen.

Etwas besser sah es bei den Bankwerten anderer Länder aus. So legten BBVA um 1,8 Prozent zu und ING um 3,7 Prozent. Bei den Niederländern lobten die Analysten von Jefferies den Nettogewinn. Zu BBVA merkten die Experten von JPMorgan an, dass die Zahlen besser als erwartet ausgefallen seien, wobei die Hürde allerdings niedrig gewesen sei.

Unter den vergleichsweise schwachen Autowerten sackten Stellantis um 6,4 Prozent ab. Das Unternehmen hatte im ersten Quartal einen schmalen Gewinn eingefahren. An der Börse kam dies schlecht an. Die Analysten von UBS sprachen von einem durchwachsenen Zahlenwerk.

Michelin gaben nach Umsatzzahlen um ein Prozent nach. Der Reifenhersteller habe die Erwartungen zwar erfüllt und trotz des zunehmend schwierigen Umfelds die Jahresziele bestätigt, schrieb Barclays-Analyst Erwann Dagorne. Er sieht aber Risiken für die Markterwartungen an das laufende und das kommende Jahr.

Leichte Zuwächse verzeichneten dagegen ArcelorMittal . Die Analysten von Barclays hoben den höher als erwartet ausgefallenen operativen Gewinn des Stahlkonzerns hervor.

Die ebenfalls gefragte Lebensmittelwerte profitierten vom Anstieg von Unilever . Die Aktie gewann 2,0 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hatte zum Jahresstart besser abgeschnitten als gedacht./bek/he

 ISIN  GB0001383545  EU0009658145  CH0009980894

AXC0418 2026-04-30/18:31

Relevante Links: ArcelorMittal S.A., Unilever plc, Stellantis N.V., Crédit Agricole S.A., Société Générale S.A., ING Groep N.V., Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), BNP Banque Nationale de Paris Paribas S.A., Compagnie Generale des Etablissements Michelin

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