Aktien Frankfurt Schluss: Dax erholt sich dank fallendem Ölpreis und EZB
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am
Donnerstag von einer schwächeren Eröffnung erholt und im Zuge
fallender Ölpreise merklich zugelegt. Die Zinsentscheidung der
Europäischen Zentralbank (EZB) und Rekorde an den US-Börsen stützten
zusätzlich. Letztlich ging der deutsche Leitindex 1,41 Prozent höher
mit 24.292,38 Punkten ins feiertagsbedingt verlängerte Wochenende.
Damit steht für den Dax ein Wochengewinn von 0,7 Prozent zu Buche,
im April hat er sogar um gut 7 Prozent zugelegt. Der Kursverlust
seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar beträgt aber noch knapp 4
Prozent. Der MDax
Hauptgrund für die Erholung war eine leichte Entspannung am Ölmarkt. Die stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran trieben die Ölpreise zunächst auf ein Mehrjahreshoch, schließlich kamen sie aber spürbar zurück. US-Präsident Donald Trump sagte bereits am Mittwoch, es habe zwar Fortschritte im Gespräch mit Teheran gegeben, ein Durchbruch sei allerdings noch nicht erreicht. Berichten zufolge erwägt Trump, wieder größere Kampfeinsätze aufzunehmen. Der Iran drohte daraufhin mit Vergeltung.
Die Europäische Zentralbank ließ die Leitzinsen im Euroraum wie erwartet unverändert - obwohl der Ölpreisschock die Inflation in der Eurozone im April auf 3,0 Prozent getrieben hatte. Volkswirte erwarten aber, dass die EZB die Zinsen im Jahresverlauf anheben wird. "Wir sehen nur begrenzten Spielraum für die Notenbank, über erhöhte Energiepreise und Angebotsstörungen hinwegzusehen", kommentierte Kapitalmarktstrategin Ann-Katrin Petersen vom Vermögensverwalter Blackrock. Auch die Bank of England entschied sich für unveränderte Zinsen. Am Vorabend hatte zudem die US-Notenbank Fed den Leitzins erwartungsgemäß nicht angetastet./niw/he
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0399 2026-04-30/17:45