Wegen Iran-Krieg: Air France-KLM erwartet Milliarden-Mehrkosten für Kerosin
Die Fluggesellschaft Air France-KLM
Im ersten Quartal lief es für Air France-KLM noch gut. "Der Anstieg der Treibstoffpreise seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten ist im ersten Quartal nicht zu sehen, da die Preise mit Verzögerung stiegen", hieß es zur Erklärung. So stieg der Umsatz des Konzerns im Jahresvergleich um mehr als vier Prozent auf knapp 7,5 Milliarden Euro. Der saisontypische operative Verlust verringerte sich sogar von 328 Millionen auf nur noch 27 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb der auf die Aktionäre entfallende Fehlbetrag mit 287 Millionen Euro in etwa konstant.
Konzernchef Ben Smith streicht seine Wachstumspläne für das laufende Jahr wegen der weltweiten Unsicherheit etwas zusammen. So soll das Flugangebot im Vergleich zu 2025 nur noch um 2 bis 4 Prozent wachsen. Zuvor hatte er eine Steigerung um 3 bis 5 Prozent angepeilt.
"Auch wenn der Kerosinpreisanstieg in den heutigen Ergebnissen noch nicht sichtbar sind, dürften sie uns in den kommenden Quartalen belasten", sagte Smith. Allerdings sei die Nachfrage nach Urlaubsflügen im Sommer intakt. Dabei seien Reisen nach europäischen Zielen wie Italien und Spanien stärker gefragt, während die Nachfrage nach Flügen in den Nahen Osten unter dem Iran-Krieg leiden.
Der Aktienkurs von Air France-KLM startete in den ersten Handelsminuten um mit einem Plus von 1,8 Prozent einen Erholungsversuch. Die Papiere waren im Sog des Iran-Krieges zuletzt bereits deutlich gefallen./stw/nas/mis
ISIN FR001400J770
AXC0145 2026-04-30/09:25
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