ROUNDUP/Aktien New York: Dow schwächelt etwas vor Zinsentscheidung
Wenige Stunden vor der Zinsentscheidung der
US-Notenbank Fed sind die US-Börsen am Mittwoch in den Wartemodus
übergegangen. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor im frühen
Handel ein halbes Prozent auf 48.878 Punkte. Er rutschte damit
erstmals seit Donnerstag vergangener Woche wieder unter die Marke
von 49.000 Zählern. Der marktbreite S&P 500 gab um
0,2 Prozent auf 7.125 Punkte nach.
Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,1
Prozent auf 27.056 Punkte zu. An der Nasdaq stehen die erst nach
Börsenschluss anstehenden Quartalsbilanzen der Tech-Giganten
Alphabet , Microsoft , Amazon
und Meta im Blickpunkt.
In einem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld wird die Fed
ihre Leitzinsen voraussichtlich zum dritten Mal in Folge nicht
verändern. Auch der anhaltende politische Druck durch US-Präsident
Donald Trump dürfte sie nicht zu einer Leitzinsänderung bewegen.
"Ein wichtiges Argument gegen eine Zinssenkung dürfte die jüngste
Preisentwicklung sein", schrieb Commerzbank-Experte Bernd
Weidensteiner. Im Fokus steht zudem der bald anstehende Wechsel an
der Notenbank-Spitze.
Eine Vielzahl von Unternehmen berichtete am Mittwoch schon vor dem
Börsenstart über ihre Geschäftsentwicklung. Die Aktien von Seagate
erreichten mit einem Kurssprung von gut 15 Prozent
ein Rekordhoch. Der Hersteller von Festplattenlaufwerken übertraf
sowohl mit den Zahlen für das vergangene als auch mit dem Ausblick
auf das laufende Quartal die Erwartungen. Ähnlich sah es beim
Halbleiterhersteller NXP aus, dessen Titel mit plus 24 Prozent den
höchsten Stand seit ihrem Rekord im Juli 2024 erreichten.
Die Aktien von Visa gewannen dank überraschend guter
Quartalszahlen fast neun Prozent. Der Zahlungsdienstleister habe
mehr als die übliche Umsatzüberraschung geliefert, kommentierte die
US-Investmentbank Goldman Sachs.
Für die Papiere von T-Mobile US ging es um fünf
Prozent hoch. Die US-Tochter der Deutschen Telekom
gewann im ersten Quartal deutlich mehr neue Kunden hinzu als
erwartet. Für das Jahr ist das Unternehmen hier nun optimistischer
als bisher.
Biogen-Aktien gewannen trotz einer Senkung der
Jahresprognose für das Ergebnis je Aktie vier Prozent. Die Bank
Jefferies verwies auf einen überraschend hohen Umsatz des
Biotech-Konzerns im ersten Quartal.
Dagegen sackten die Aktien von Robinhood Markets um
fast zwölf Prozent ab. Der Finanzdienstleister verschreckte die
Anleger mit einem 18-prozentigen Anstieg der Ausgaben zum
Jahresauftakt.
GE Healthcare brachen um zwölf Prozent ein. Der
Medizintechnikkonzern schraubte sein Ziel für das Jahresergebnis je
Aktie nach unten. Dass Booking den Jahresausblick wegen der
Auswirkungen des Nahostkonflikts senkte, brockte dem Betreiber von
Online-Reiseportalen ein Minus von einem Prozent ein./bek/he