ROUNDUP: T-Mobile US gewinnt mehr neue Kunden als erwartet - Aktie steigt
Der US-Telekommunikationskonzern T-Mobile US
Analysten hatten im Schnitt mit deutlich weniger gerechnet. Für das laufende Jahr zeigt sich der Konzern nun optimistischer. Bei den Anlegern kommt das gut an. Für die Aktie ging es im vorbörslichen US-Handel am Mittwoch zuletzt um rund zwei Prozent nach oben.
Nach Einschätzung des JPMorgan-Experten Sebastiano Petti übertraf die wichtigste Sparte der Deutschen Telekom die Erwartungen. Kannan Venkateshwar von der britischen Investmentbank Barclays verweist darauf, dass die drei großen US-Telekomanbieter im ersten Quartal alle ein gesundes Abonnentenwachstum vermeldet haben.
Er glaubt aber nicht daran, dass die Debatte um die Wettbewerbsintensität angesichts der unterschiedlichen Preis- und Umsatzentwicklungen in der Branche damit nachließ. Auch auf die T-Aktie wirkten sich die Zahlen der US-Tochter positiv aus. Der Kurs der zuletzt unter Druck stehenden Papiere legte gegen den Markttrend knapp zwei Prozent zu.
Die Deutsche Telekom hält etwas mehr als die Hälfte der T-Mobile-US-Anteile. Das Aktienpaket an dem US-Unternehmen ist umgerechnet etwas mehr als 90 Milliarden Euro wert. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom selbst kommt insgesamt auf rund 132 Milliarden Euro.
Derweil erwägen die Bonner Kreisen zufolge einen vollständigen Zusammenschluss mit der US-Mobilfunktochter. Dabei könnten die beiden Unternehmen unter dem Dach einer neuen Holdinggesellschaft gebündelt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg vergangene Woche unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Diskussionen befänden sich aber in einem frühen Stadium und würden politische Unterstützung erfordern. So ist der Bund laut Unternehmensangaben mit 14,1 Prozent an dem deutschen Konzern beteiligt und die in seinem Besitz befindliche KfW mit 14,2 Prozent.
Das T-Mobile-Management um Konzernchef Srini Gopalan erwartet für 2026 nun 950.000 bis 1,05 Millionen neue Vertragskundenkonten, nach zuvor anvisierten 900.000 bis 1 Million. Auch die Ziele für den Netto-Zahlungsmittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit, den bereinigten freien Zahlungsmittelfluss sowie der um Sondereffekte und Leasingumsätze bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Core Ebitda) wurden etwas angehoben.
Der Umsatz stieg zu Jahresbeginn um knapp elf Prozent auf 23,1 Milliarden US-Dollar (rund 19,7 Mrd Euro). Der Serviceumsatz verbesserte sich dabei ebenfalls um elf Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Core Ebitda) verzeichnete das US-Unternehmen einen Anstieg um zwölf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich sank der Gewinn von rund drei Milliarden Dollar im Vorjahr auf 2,5 Milliarden. Als Grund führte das Unternehmen angefallene Kosten für Zukäufe an./err/mne/zb/jha/
ISIN DE0005557508 US8725901040
AXC0280 2026-04-29/13:02
Relevante Links: Deutsche Telekom AG, T-Mobile US, Inc.