ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax stabil - Quartalszahlen und Fed-Sitzung
Nach einer Flut deutscher Unternehmenszahlen
und vor wichtigen Quartalsbilanzen aus den USA sowie der
Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed hat sich der deutsche
Aktienmarkt am Mittwoch behauptet. Gebremst wird die Kauflaune der
Anleger jedoch von den anhaltend hohen Ölpreisen angesichts der
weiterhin stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA.
Der Dax gab seine leichten Anfangsgewinne ab und
notierte zuletzt praktisch unverändert bei 24.020 Punkten. Für den
MDax mit den mittelgroßen Werten ging es um 0,5
Prozent auf 30.200 Zähler nach oben. Der Eurozonen-Leitindex
EuroStoxx 50 sank hingegen um 0,3 Prozent.
Die Fed wird in einem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld
ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch wohl zum dritten Mal in Folge
nicht verändern. Die Unsicherheit mit Blick auf die weitere
Geldpolitik ist groß. Entscheidend bleibt der Krieg zwischen den USA
und dem Iran. Eine Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht
in Sicht und könnte auch in den USA die Inflation weiter anheizen
sowie das Wirtschaftswachstum dämpfen.
Auf beiden Seiten des Atlantiks nimmt zur Wochenmitte zudem die
Berichtssaison der Unternehmen mächtig Fahrt auf. In den USA
veröffentlichen am Abend nach dem Börsenschluss in New York mit
Alphabet , Amazon , Meta
und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der Gruppe
der Magnificent 7 ihre Quartalszahlen. In Deutschland standen allein
von den Dax-Werten sechs Quartalsberichte auf der Agenda.
Der Autobauer Mercedes-Benz hielt trotz der Schwäche
in China den Gewinnrückgang im ersten Quartal überraschend gering.
Der Umsatz fiel angesichts eines rückläufigen Absatzes um knapp 5
Prozent. Das Unternehmen bestätigte die Jahresziele. Händler lobten
in ersten Reaktionen vor allem Gewinn und Cashflow im ersten
Jahresviertel. Für die Aktien der Stuttgarter ging es um 2,9 Prozent
aufwärts.
Dagegen kamen die Zahlen der Deutschen Bank trotz
eines Gewinnsprungs nicht gut an. Auf die Aktionäre entfielen im
ersten Quartal unter dem Strich 1,9 Milliarden Euro und damit knapp
acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor und mehr als von Analysten
erwartet. Die Papiere des Geldhauses fielen jedoch um 3,3 Prozent.
Der Sportartikelhersteller Adidas schnitt im ersten
Quartal besser ab als erwartet und bestätigte seinen Jahresausblick.
So stieg der Umsatz um gut 7 Prozent. Das Betriebsergebnis legte
trotz Gegenwind durch Währungseffekte und Zöllen um 15,5 Prozent zu.
Die Adidas-Titel reagierten mit einem Kursplus von 7,0 Prozent und
waren damit klarer Spitzenreiter im Dax.
Scout24 überzeugte die Anleger mit starken
Quartalszahlen, zuversichtlichen Aussichten für die weitere
Geschäftsentwicklung und einem beschleunigten
Aktienrückkaufprogramm. Die Titel des Internetportal-Betreibers
kletterten um 4,7 Prozent nach oben.
Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise sieht
sich nach Umsatzeinbußen zum Jahresstart auf Kurs zu seinen Zielen
für 2026. Organisch sanken die Erlöse im ersten Quartal aber weniger
als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Die Aktien stiegen um
4,0 Prozent.
Knappe Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney brockten dem
Flugzeugbauer Airbus einen schwachen Produktionsstart
ins Jahr ein. Auch Umsatz und Gewinn gingen zurück. Dennoch will
Chef Guillaume Faury 2026 so viele Flugzeuge ausliefern wie nie
zuvor und registriert trotz des Iran-Kriegs bisher keine
Abbestellungen. Für die Airbus-Papiere ging es um 2,5 Prozent
aufwärts.
Die Papiere von Thyssenkrupp profitierten von der
angekündigten Mehrheitsübernahme von TK Elevator durch den
finnischen Aufzughersteller Kone und schnellten um 11
Prozent hoch. Die Transaktion bewertet die ehemalige Aufzugsparte
des Industriekonzerns, an der Thyssenkrupp aber noch beteiligt ist,
mit 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden./edh/stk