ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx 50 auf tiefstem Stand seit 3 Wochen
An den europäischen Aktienmärkten
ist es auch am Dienstag abwärts gegangen. Die Hängepartie um den
Konflikt im Nahen Osten, steigende Öl- und Gaspreise und zunehmende
Inflationserwartungen belasten die Börsen weiterhin. Der EuroStoxx
50 als Leitindex für die Aktien des Euroraums gab den
siebten Börsentag in Folge nach. Mit minus 0,41 Prozent auf 5.836,10
Zähler fiel das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit fast
drei Wochen.
Außerhalb des Währungsraums schloss der britischen FTSE 100
mit 0,11 Prozent im Plus bei 10.332,79 Punkten. Der
schweizerische SMI beendete den Handel 0,13 Prozent
niedriger bei 13.147,94 Zählern.
Angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs sind in der Eurozone die
Inflationserwartungen der Verbraucher im März erheblich gestiegen.
Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten die
Konsumenten auf Sicht von zwölf Monaten eine Preissteigerung um 4,0
Prozent. Zuletzt hatten die befragten Verbraucher noch eine
Inflation von 2,5 Prozent prognostiziert.
Im Branchenvergleich hielten sich erneut Ölwerte gut. Neben den
gestiegenen Ölpreisen stützten die Gewinne des Schwergewichts BP
. Der Ölpreisschub hatte dem britischen Ölkonzern zum
Jahresstart überraschend stark sprudelnde Gewinne beschert. Die
Aktie kletterte um gut ein Prozent nach oben.
Zur Schwäche neigten dagegen die Pharmawerte .
Novartis rutschten zunächst um bis zu gut fünf Prozent ab, drehten
am Nachmittag aber wieder ins Plus. Die starke Konkurrenz durch
Nachahmermedikamente im US-Markt hatte dem Pharmakonzern einen
überraschend schwachen Jahresstart eingebrockt.
Aktien von Bayer reagierten mit einem Kursrückgang
von 4,6 Prozent negativ auf eine Anhörung vor dem obersten
US-Gericht im Verfahren um milliardenschwere
US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten.
Auch Chemieaktien standen unter Druck. Hier verloren
Air Liquide 3,2 Prozent. Der französische
Gase-Hersteller hatte enttäuschende Zahlen vorgelegt. Der Umsatz
habe die Markterwartungen im ersten Quartal verfehlt, schrieb
UBS-Analyst Charles Eden./bek/he