VW-Rivale BYD mit herbem Gewinneinbruch wegen Rabattschlacht in China
Der chinesische Elektroautoriese BYD
hat im ersten Quartal wegen der Rabattschlacht im
Heimatmarkt so wenig Gewinn gemacht wie seit über drei Jahren nicht.
Unter dem Strich rutschte der Überschuss um 55 Prozent auf 4,08
Milliarden chinesische Yuan (509 Mio Euro) ab, wie das Unternehmen
mit Sitz in Shenzen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit
einem Rückgang in dieser Größenordnung gerechnet. Es ist der vierte
Rückgang des Quartalsgewinns in Folge. Der Umsatz schrumpfte um 12
Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan. Die Aktie des
Volkswagen-Konkurrenten fiel in Hongkong um mehr als
zwei Prozent.
Die harte Konkurrenz von Anbietern wie Geely und
Xiaomi sorgt in der Volksrepublik für sinkende
Verkaufspreise, BYD muss mehr und mehr Rabatte einräumen. Zudem
rutscht der Absatz von Elektroautos in China derzeit ab, weil die
Regierung die Förderung zusammengestrichen hat.
Im ersten Quartal verkaufte BYD rund 700.000 Fahrzeuge und damit 30
Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Mit der Flaute in China in den
ersten Jahresmonaten verlegt sich der Anbieter mehr und mehr auf den
Export ins Ausland - im ersten Quartal zogen die Verkäufe außerhalb
Chinas um über die Hälfte an./men/mne/jha/