Ölpreis wenig verändert - Starke Wochengewinne treiben Brent über 107 Dollar
Der Ölpreis hat am Freitag zeitweise an seinen kräftigen Anstieg im Verlauf der Woche angeknüpft. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni war in der Spitze bis über 107 US-Dollar gestiegen. Kurz vor dem Wochenende gab er die Kursgewinne aber wieder ab und stand zuletzt bei 105,15 Dollar und damit kaum verändert zum Vortag.
"An den Energiemärkten bleibt die Entwicklung im Nahen Osten das entscheidende Thema", sagte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Solange sich keine Öffnung der Straße von Hormus abzeichne, dürfte der Preis für Rohöl der Sorte Brent ihrer Einschätzung nach über 100 Dollar verharren.
Meldungen, die auf eine mögliche Fortsetzung der Verhandlungen zu einem Ende des Iran-Kriegs hindeuten, konnten die Notierungen am Ölmarkt vorerst nicht nachhaltig bewegen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi wird am Abend zu Gesprächen in Pakistan erwartet. Dort soll er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit Vertretern Pakistans sprechen, die im Konflikt zwischen den USA und dem Iran vermitteln.
Im Verlauf der Woche hat das Ausbleiben von Verhandlungen für ein Ende des Iran-Kriegs die Anleger an den Rohstoffmärkten verunsichert. Seit Beginn der Woche legte Rohöl aus der Nordsee der Sorte Brent um etwa 9 Dollar zu. Der Preis für US-Öl stieg auf zuletzt 95,52 Dollar je Barrel. Je länger der Krieg andauert, desto deutlicher werde, dass die negativen Auswirkungen dieses Konflikts noch Monate, wenn nicht sogar länger spürbar sein werden, sagte Mona Yacoubian, Expertin am Center for Strategic and International Studies./jkr/la/he
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