Rohstahlproduktion in Deutschland erholt sich leicht
Die Hüttenwerke in Deutschland haben im ersten Quartal mit 9,3 Millionen Tonnen neun Prozent mehr Rohstahl produziert als im Vorjahreszeitraum. Diese "leichte Erholung" sei jedoch kein Grund zur Entwarnung, teilte der Branchenverband Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) mit. "Trotz der Zuwächse bei der Produktion bleibt die Lage in der Stahlindustrie weiter angespannt", erklärte Verbands-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Maria Rippel.
Auf das Jahr hochgerechnet ergebe dies eine Menge von 37 Millionen Tonnen. Damit bleibe man weiterhin unter der Schwelle von 40 Millionen Tonnen, was das Minimum für eine gesunde Kapazitätsauslastung der Branche sei. 2025 war die Rohstahlproduktion in Deutschland mit 34,1 Millionen Tonnen nach Angaben der WV Stahl "historisch" niedrig ausgefallen. "Vergleichbare Werte wurden zuletzt während der globalen Finanzkrise 2009 erreicht", hieß es.
Verband beklagt strukturelle Nachfrageschwäche
Der Verband sprach von einer seit Jahren anhaltenden, strukturellen Nachfrageschwäche. "Seit 2017 ist die Stahlnachfrage in Deutschland rückläufig und hat bis 2025 rund 30 Prozent verloren - etwa 12 Millionen Tonnen." Auch 2025 sei die Nachfrage in allen wichtigen Abnehmerbranchen wie etwa Automobilindustrie oder Maschinen- und Anlagenbau gedämpft geblieben.
"Eine zuletzt beobachtete Stabilisierung der Marktversorgung basiert überwiegend auf Lageraufbau und nicht auf einer nachhaltigen Belebung der Nachfrage." Zusätzlich verschärfe ein anhaltend hoher Importdruck die Situation. Hintergrund seien wachsende globale Überkapazitäten im Stahlsektor.
Deutschland erzeugt in Europa den meisten Stahl. Größter
Stahlstandort in Deutschland ist Duisburg, wo die Unternehmen
Thyssenkrupp
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AXC0157 2026-04-24/12:28
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