Wiener Börse - ATX mit plus 0,07 Prozent wenig verändert / Leichte Stimmungsaufhellung im Späthandel
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Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag wenig verändert aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex ATX schloss mit plus 0,07 Prozent auf 5.813,69 Punkten und damit in der Nähe des Mittwochsschlusskurses. Im Späthandel gab es europaweit einen leichten Stimmungsaufschwung zu sehen und die Verluste wurden etwas eingedämmt bzw. einige Indizes drehten knapp ins Plus.
Experten verwiesen aber weiterhin vor allem auf die steigenden Rohölpreise als Belastungsfaktor. Inflations- und Konjunkturrisiken nehmen zu, Aktien werden in diesem Umfeld gemieden. Die Stimmung an den Finanzmärkten sei zudem geprägt von Verunsicherung und Anspannung. Meldungen zum Nahost-Konflikt sind weiterhin marktbestimmend, schrieben die Helaba-Analysten. Zudem gab es am Vormittag negative Konjunkturnachrichten aus dem Euro-Raum und aus Deutschland.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine recht dünne Meldungslage vor. Es wurden jedoch drei neue Analystenmeinungen publik. Die Experten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien der Andritz von 71,9 auf 86,0 Euro nach oben gesetzt. Die Kaufempfehlung "Buy" für die Titel des Anlagenbauers wurde bestätigt. Andritz-Papiere gewannen 2,2 Prozent auf 70,0 Euro.
Zudem meldete Andritz eine Großauftrag im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich für eine Papiermaschine in Afrika. Das Unternehmen liefere im Auftrag von General Emballage eine komplette Produktionslinie für ein neues Werk im algerischen Naama. Die Anlage umfasse den gesamten Herstellungsprozess von der Altpapieraufbereitung bis zur fertigen Papierrolle und sei die "größte Papiermaschine Afrikas".
Die deutsche Bank revidierte ihr Kursziel für die Verbund-Aktie leicht von 56,00 auf 55,00 Euro nach unten. Hier lautet das Votum unverändert auf "sell". Die Papiere des Energieversorgers schlossen mit plus 0,4 Prozent auf 64,35 Euro.
Die Analysten von Deutsche Bank Research haben zudem ihr Anlagevotum "Hold" für die Aktien der Telekom Austria nach der jüngsten Zahlenvorlage des Konzerns unverändert belassen. Das Kursziel wird weiterhin mit 11,40 Euro beziffert. Bei der Telekom-Aktie gab es ein Minus von 1,1 Prozent auf 9,69 Euro zu sehen.
Unter den schwergewichteten Banken fielen Erste Group um 1,4 Prozent. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International konnten ein leichtes Plus von 0,1 Prozent verbuchen. BAWAG-Titel legten 1,4 Prozent zu.
Agrana hat die Übernahme des slowenischen Lebensmittelherstellers Mercator-Emba abgeschlossen. Seitens der Wettbewerbsbehörden gab es für den Zukauf unlängst grünes Licht, teilte der Lebensmittelkonzern mit. Spezialisiert ist die übernommene Firma, die gut 100 Mitarbeitende beschäftigt und zuletzt einen Jahresumsatz von 30 Mio. Euro erwirtschaftete, unter anderem auf die Herstellung von Instant-Kakao-Produkten, Sirupen und Dessert-Toppings. Die Produkte werden vorwiegend nach Zentral-, Süd-und Osteuropa geliefert. Die Agrana-Anteilsscheine gewannen 2,1 Prozent.
ste/sto
ISIN AT0000999982