Zahlungsfreudige Kunden treiben American Express an
Für den Kreditkartenanbieter American Express
hat das Jahr trotz der schwierigen Weltwirtschaft mit
kräftigen Zuwächsen begonnen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im
Jahresvergleich um elf Prozent auf 18,9 Milliarden US-Dollar (16,1
Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in New York mitteilte.
Der Überschuss wuchs trotz etwas höherer Rückstellungen für
Kreditausfälle und gestiegener Betriebskosten um 15 Prozent auf 2,97
Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen
Erwartungen von Analysten.
Die Ausgaben der Kunden mit Amex-Karten seien um neun Prozent
gewachsen, berichtete Konzernchef Stephen Squeri. Dies sei der
stärkste Anstieg seit drei Jahren. Derweil legte American Express
1,3 Milliarden Dollar für faule Kredite zur Seite. Ein Jahr zuvor
hatte die Summe bei 1,2 Milliarden gelegen. Squeri sieht das
Unternehmen weiterhin auf gutem Weg, den Umsatz in diesem Jahr um 9
bis 10 Prozent zu steigern und einen Gewinn je Aktie von 17,30 bis
17,90 Dollar zu erzielen. Die Amex-Aktie legte nach den Neuigkeiten
im vorbörslichen US-Handel um etwa 0,7 Prozent zu.
Anders als Visa und Mastercard wickelt
American Express nicht nur Kartenzahlungen ab, sondern vergibt auch
Kredite. Zudem zielt Amex verstärkt auf zahlungskräftige Kunden ab,
die für vergleichsweise hohe Kartengebühren unter anderem Rabatte
auf Reisen und Zugang zu Flughafen-Lounges bekommen./stw/nas/stk