, APA/dpa-AFX

Großbritannien: Unternehmensstimmung hellt sich überraschend auf

Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat sich im April überraschend verbessert. Als Grund verwiesen Experten auf Hamsterkäufe von Verbrauchern aus Sorge vor den Auswirkungen des Iran-Krieges. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Punkte auf 52,0 Punkte, wie S&P am Donnerstag in London laut einer ersten Schätzung mitteilte. Der Indikator liegt damit noch etwas deutlicher über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang auf 49,8 Punkte erwartet.

Mit Blick auf einzelne Branchen stieg der Indikator für den Dienstleistungssektor um 1,5 Punkte auf 52,0 Punkte. Es war ein leichter Rückgang auf die Expansionsschwelle erwartet worden. In der Industrie legte der Wert um 2,6 Punkte auf 53,6 Punkte zu. Damit wurde der höchste Stand seit fast vier Jahren erreicht. Auch hier hatten Experten mit einem niedrigeren Stand gerechnet.

"Die britische Wirtschaft hat im April wieder etwas an Schwung gewonnen, nachdem die ersten Auswirkungen des Iran-Kriegs im März zu einem Wachstumsstillstand geführt hatten; doch dieser Aufschwung hat einen Haken", schrieb Chris Williamson, Chefvolkswirt von S&P Global. Das gestiegene Wachstumstempo ist dem Experten zufolge zum Teil auf einen kurzfristigen Schub zurückzuführen, der dadurch entstanden ist, dass die Verbraucher aus Angst vor kriegsbedingten Preissteigerungen und Versorgungsengpässen in letzter Minute Einkäufe getätigt haben./la/jkr/stk

AXC0130 2026-04-23/11:10

Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.