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Commerzbank lehnt Unicredit-Ideen ab: Kein glaubwürdiger Plan zur Wertsteigerung

Die Commerzbank wehrt sich weiter gegen die Übernahmegelüste von Unicredit und weist die jüngsten Ideen des Mailänder Instituts zurück. Was Unicredit am Morgen präsentiert habe, sei ein "Versuch, das erfolgreiche Geschäftsmodell der Commerzbank aufzubrechen, jedoch kein glaubwürdiger Plan zur Wertsteigerung", schrieb der Frankfurter Dax-Konzern am Montagabend. Dem italienischen Institut wirft die Commerzbank eine "anhaltend feindliche Taktik und irreführende Darstellungen" vor.

Unicredit hatte den Frankfurtern am Morgen eine "Geschichte operativer Underperformance" bescheinigt. Gemessen an ihren Fundamentaldaten sei sie inzwischen überbewertet, schrieb das Mailänder Institut in einer Präsentation mit dem Titel "Commerzbank. Ein neues Kapitel". Das Frankfurter Institut weise strukturelle Schwächen auf.

Unicredit-Chef Andrea Orcel präsentierte in diesem Zuge Prognosen, nach denen die Commerzbank mit den Konzepten aus Mailand mehr Gewinn erzielen könnte. Durch eine Fusion mit der deutschen Unicredit-Tochter Hypovereinsbank könnten die Gewinne demnach in einigen Jahren noch stärker sprudeln.

Die Commerzbank zeigte sich jedoch weiter von ihrer eigenen Strategie überzeugt. Bei der Vorlage der Zahlen des ersten Quartals wolle sie am 8. Mai ihre aktualisierte Strategie und ihre Finanzziele für das Jahr 2030 vorstellen.

Unicredit ist mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits größter Aktionär der Commerzbank und hat nach jüngsten Angaben insgesamt Zugriff auf knapp unter 30 Prozent der Anteile. Mitte März hatte sie schließlich ein freiwilliges Tauschangebot für sämtliche Commerzbank-Aktien angekündigt. Die Anteilseigner des Mailänder Instituts sollen am 4. Mai auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der dazu notwendigen Kapitalerhöhung zustimmen./stw/he

 ISIN  DE000CBK1001  IT0005239360

AXC0220 2026-04-20/18:34

Relevante Links: Commerzbank AG, UniCredit S.p.A.

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