, APA

Wiener Börse 1 - ATX verliert 1,5 Prozent / Spannungen zwischen den USA und dem Iran drücken auf die Aktienkurse - Bankentitel mit Verlusten

---------------------------------------------------------------------
AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Mehr Details und Unternehmenswerte
---------------------------------------------------------------------

Nach der Erholung vor dem Wochenende ist die Entwicklung auf den europäischen Aktienmärkten am Montag angesichts neuer Spannungen in der Straße von Hormuz nach unten gegangen. Das hat auch die Wiener Börse zu spüren bekommen. Der heimische Leitindex ATX schloss mit minus 1,53 Prozent bei 5.866,33 Punkten. Der ATX Prime verlor zum Handelsschluss 1,49 Prozent auf 2.903,12 Zähler. Auch die wichtigsten europäischen Börsen gingen mit Verlusten aus dem Tag.

Spaßverderber waren einmal mehr die USA und der Iran. Die Feuerpause zwischen den beiden Kontrahenten steht vor dem Scheitern. Grund dafür ist die Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die Amerikaner. Am Mittwoch läuft eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA aus. Pakistans Innenminister Mohsin Raza Naqvi vermittelt zwischen den beiden Kriegsparteien und empfing am Montag bei separaten Treffen diplomatische Vertreterinnen und Vertreter aus dem Iran und den USA. Der Iran erwägt nun doch eine Teilnahme an Friedensgesprächen mit den USA.

Am Nachmittag hatte US-Präsident Trump nach Zeitungsangaben gesagt, dass Vizepräsident JD Vance auf dem Weg zu weiteren Verhandlungen nach Pakistan sei. Zudem machte Trump klar, es sei "höchst unwahrscheinlich", dass er den Waffenstillstand mit dem Iran verlängern werde, falls vor dessen Ablauf keine Einigung erzielt werde. Ferner betonte der Präsident, an der Seeblockade festhalten zu wollen, bis es eine Einigung mit dem Iran gibt.

Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden heute die schwergewichteten Bankenpapiere. RBI verbilligten sich als ATX Prime-Schlusslicht um 4,5 Prozent, Erste Group um 3,3 Prozent und BAWAG um 2,4 Prozent.

Die OMV hat sich 56.000 Tonnen Rohöl aus der staatlichen Pflichtnotstandsreserve gesichert, wie das Wirtschaftsministerium am Montag bekanntgab. Die Menge wurde demnach zu marktüblichen Preisen bereitgestellt, um zur Stabilisierung der Energiemärkte beizutragen. OMV gewannen dem internationalen Trend folgend 0,9 Prozent.

Der Kautschuk- und Gummispezialist Semperit teilte am Freitagabend mit, ein gutes erstes Quartal 2026 zu erwarten. Allerdings bleibe die Prognose für das Gesamtjahr unverändert. Demnach soll das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) im ersten Quartal mit rund 26 Mio. Euro nur wenig unter dem Ergebnis des 4. Quartals 2025 (27,4 Mio. Euro) liegen, damit aber wesentlich besser ausfallen als das besonders schlechte Vorjahresquartal (11,1 Mio. Euro). Warburg-Analysten beließen ihre Kaufempfehlung "Buy" für Semperit, erhöhten aber das Kursziel von 21,00 auf 22,00 Euro. Die Semperit-Aktie schloss unbewegt bei 14,95 Euro.

An der Spitze des heimischen Leitindex lagen die Aktien von AT&S. Die Aktien des steirischen Leiterplattenherstellers kennen weiterhin kein Halten und verteuerten sich um weitere 5,1 Prozent. Beflügelt zeigten sich auch die Verbund-Papiere mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent.

moe/ste

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.