dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 17.04.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: Netflix: Mehr KI bei Produktion von Filmen und Serien
LOS GATOS - Netflix geht davon aus, bei der
Produktion von Filmen und Serien künftig mehr Künstliche Intelligenz
einzusetzen. KI werde zwar nichts daran ändern, dass es großartige
Künstler brauche, um großartige Kunst zu machen, sagte Co-Chef Ted
Sarandos nach Vorlage frischer Quartalszahlen. Aber die Technologie
könne diesen Künstlern bessere Werkzeuge bieten, um ihre Visionen zu
verwirklichen.
ROUNDUP: US-Fahrdienstleister Uber stockt bei Delivery Hero auf -
Aktie steigt
AMSTERDAM - Der US-Fahrdienstleister Uber stockt
seine Beteiligung an dem Essenslieferdienst Delivery Hero
auf. Der Großaktionär Prosus verkauft
kartellrechtlich bedingt rund 13,6 Millionen Aktien von Delivery
Hero an das US-Unternehmen, wie die Internet-Beteiligungsholding am
Freitag mitteilte. Dies entspreche einer Beteiligung von rund 4,5
Prozent. Der Verkaufspreis liegt laut Mitteilung bei 20 Euro je
Anteilsschein und entspricht damit einem Bruttoerlös von rund 270
Millionen Euro. An der Börse kommen die Nachrichten gut an.
Siemens: Aktionäre sollen bei nächster HV über
Healthineers-Abspaltung bestimmen
MÜNCHEN - Der Technologiekonzern Siemens hat seinen
Zeitplan für die Abspaltung eines größeren Anteils an der
Medizintechniktochter Siemens Healthineers
konkretisiert. Aktionäre sollen bei der nächsten ordentlichen
Hauptversammlung im Februar 2027 über die Trennung abstimmen, teilte
das Unternehmen am Freitag in München mit. Der Separierungsprozess
sowie der Prozess der regulatorischen Klärung seien weit
fortgeschritten, wobei eine endgültige Bestätigung zu
regulatorischen Fragen noch ausstehe. Derzeit bereite Siemens eine
Abspaltung nach dem deutschen Umwandlungsgesetz vor, bei der die
Aktionäre von Siemens die Aktien der Siemens Healthineers direkt
erhalten sollen. Dieser Ansatz biete den größtmöglichen Wert für die
Aktionäre beider Unternehmen, hieß es.
ROUNDUP: Drägerwerk startet mit Zuwächsen ins Jahr - Aktie gibt
leicht nach
LÜBECK - Der Medizintechnik-Konzern Drägerwerk ist
mit deutlichen Zuwächsen ins Jahr 2026 gestartet. Der Umsatz wuchs
nach vorläufigen Zahlen um 3,5 Prozent auf 756 Millionen Euro, wie
das im SDax gelistete Unternehmen am Donnerstagabend
in Lübeck mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg kräftig
auf rund 18 Millionen Euro, nachdem er ein Jahr zuvor auf 0,4
Millionen Euro eingebrochen war. Die operative Marge verbesserte
sich deutlich auf rund 2,4 Prozent. Auch der Auftragseingang legte
etwas zu. Vorstandschef Stefan Dräger sieht das Unternehmen daher
auf Kurs zu seinen Jahreszielen.
Netzwerkausrüster Ericsson verdient zum Jahresauftakt weniger als
erwartet
STOCKHOLM - Der Netzwerkausrüster Ericsson hat im
ersten Quartal wegen einer verhaltenen Nachfrage nach
Telekommunikationsausrüstung und höheren Chipkosten weniger verdient
als erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sank um ein Fünftel auf
5,6 Milliarden schwedische Kronen (rund 518 Millionen Euro), wie das
Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte. Branchenexperten
hatten hier im Schnitt mehr erwartet. Auch der Umsatz blieb mit
einem Rückgang um zehn Prozent auf 49,3 Milliarden Kronen hinter den
Markterwartungen zurück.
Bouygues-geführtes Konsortium verhandelt über Milliardenkauf von SFR
PARIS - Ein von Bouygues Telecom angeführtes
Konsortium hat exklusive Verhandlungen über den Kauf des
französischen Telekomkonzerns SFR aufgenommen. Die Gruppe aus
Bouygues Telecom, Iliad und Orange
will den zum Altice-France-Konzern des Milliardärs Patrick Drahi
gehörenden zweitgrößten Mobilfunkanbieter Frankreichs für 20,35
Milliarden Euro übernehmen, wie die Unternehmen am Freitag in Paris
gemeinsam mitteilten. An der Börse gab die Aktie von Bouyges zuletzt
um 1,2 Prozent nach, Orange verloren 3,6 Prozent.
Deutsche Bank meldet Verstöße gegen Russland-Sanktionen
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat einem Medienbericht
zufolge Verstöße gegen Russland-Sanktionen zugegeben. So sollen
Privatkunden mit russischem oder belarussischem Pass mehr Guthaben
auf Konten oder Depots bei der Bank unterhalten haben, als ihnen
erlaubt war, berichtete der Branchendienst "Finanz-Szene". Der
Dax-Konzern habe die Verstöße bei einer internen
Prüfung entdeckt und selbst an die Deutsche Bundesbank als
Aufsichtsbehörde gemeldet.