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Wiener Börse (Mittag) - ATX legt leicht zu / Freundliches Umfeld - ATX-Überflieger AT&S weiter gesucht

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstag auf hohem Niveau behauptet. Der ATX legte bis Mittag um 0,29 Prozent auf 5.899 Punkte zu und blieb damit in Reichweite seines jüngsten Rekordhochs. Für den ATX Prime ging es um 0,24 Prozent auf 2.918 Zähler nach oben.

Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls mit einer leicht freundlichen Tendenz. Positiven Übersee-Vorgaben mit Rekordmarken bei einigen US-Börsenbarometern standen etwas erholten Ölpreisen gegenüber. "Derzeit setzen Marktteilnehmer auf fortgesetzte Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran", schrieben die Analysten der Helaba: "Die Risikobereitschaft ist gestiegen und die Renditen sind im Zuge rückläufiger Energiepreise gesunken."

Die Entwicklung der Energiepreise bleibt dabei ein zentraler Faktor für die Inflation. Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Krieges treibt die Teuerung im Euroraum spürbar nach oben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März um durchschnittlich 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat auf Basis endgültiger Daten mitteilte. In einer vorläufigen Schätzung war noch von 2,5 Prozent die Rede.

Ansonsten sind von Datenseite am Berichtstag keine allzu großen Impulse mehr zu erwarten. Am Nachmittag stehen in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Stimmungs- und Produktionsdaten aus der US-Industrie auf dem Programm.

An die ATX-Spitze setzten sich die AT&S-Aktien mit plus fünf Prozent. Europaweit profitierten Titel aus der Branche von starken Zahlen des taiwanesischen Schwergewichts TSMC. AT&S blicken inzwischen auf einen Zuwachs von gut 130 Prozent seit Jahresbeginn zurück und sind damit heuer klarer Überflieger im heimischen Leitindex.

Ansonsten gestaltete sich der Handel impulsarm und mit überschaubaren Kursbewegungen. Kursgewinne gab es noch in einigen Bau- und Immobilientiteln, während die Aktien der Ölwerte, Versicherer sowie den schwer gewichteten Erste Group etwas nachgaben.

Außerhalb des ATX traten Flughafen Wien nach Verkehrszahlen auf der Stelle. Trotz des Einbruchs des Verkehrs in die Region Naher und Mittlerer Osten verzeichnete der Flughafenbetreiber insgesamt ein höheres Passagieraufkommen. Zudem bestätigte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr.

spa/ste

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