Aktien New York: Anleger optimistisch - Mögliche weitere Gespräche mit Iran
Nach dem erfreulichen Wochenauftakt haben die
US-Börsen am Dienstag weiter zugelegt. Die Vereinigten Staaten und
der Iran erwägen weitere Friedensgespräche, dies lässt die Hoffnung
auf eine länger andauernde Waffenruhe am Persischen Golf steigen und
die Ölpreise sinken.
Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,64
Prozent auf 48.529 Punkte. Der marktbreite S&P 500
zog um 1,14 Prozent auf 6.965 Zähler an.
Noch deutlicher nach oben ging es für den technologielastigen Nasdaq
100 , das Plus belief sich auf 1,65 Prozent auf 25.802
Punkte. Mit den sinkenden Ölpreisen lassen gleichzeitg die
Inflationssorgen etwas nach, womit eine straffere Geldpolitik etwas
unwahrscheinlicher wird. Davon profitierten die Aktien
investitionsabhängiger Techkonzerne.
In der beginnenden Berichtssaison rückten Großbanken nach den
veröffentlichten Quartalsbilanzen von JPMorgan ,
Citigroup und Wells Fargo in den
Blick. JPMorgan notierten ein halbes Prozent schwächer. Die Bank
verdiente im ersten Geschäftsquartal im Aktien- und Anleihegeschäft
mehr als erwartet, die Prognose für den wichtigen Zinsüberschuss im
Gesamtjahr blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Die Aktien von Citigroup gewannen 3,6 Prozent. Hier lief der Handel
mit Festverzinslichen, Rohstoffen und Devisen besser als angenommen.
Wells Fargo verloren dagegen 4,5 Prozent, der Zinsüberschuss im
ersten Quartal enttäuschte die Anleger.
Die Anteile des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson gewannen nach Quartalszahlen 1,5 Prozent. Treiber
waren im ersten Quartal vor allem starke Zuwächse bei neuen
Krebsmedikamenten.
American Airlines gewannen fast 8 Prozent und United
Airlines 2,4 Prozent. Der Chef von United Airlines,
Scott Kirby, erwägt einen Zusammenschluss mit dem Kontrahenten, wie
die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte
Personen berichtet. Entstehen würde die weltweit größte
Fluggesellschaft.
Der Online-Händler und Internetkonzern Amazon treibt
den Aufbau eines eigenen Satellitengeschäfts voran und übernimmt
dazu den Satellitenbetreiber Globalstar . Dessen Kurs
legte um fast 10 Prozent zu, Amazon stiegen um gut 5 Prozent.
Ölwerte erlitten angesichts der deutlich gesunkenen Ölpreise
kräftige Verluste. Chevron waren mit minus 3,3
Prozent der schwächste Wert im Dow. Im S&P 500 verbuchten ExxonMobil
und ConocoPhillips ähnlich hohe
Abschläge./ajx/he