dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 14.04.2026 - 15.15 Uhr
JPMorgan verdient mehr als gedacht - Düstere Aussichten belasten
NEW YORK - Ein brummendes Handelsgeschäft hat der US-Bank JPMorgan
Chase im ersten Quartal überraschend viel Gewinn
beschert. Weil die Erträge noch stärker stiegen als erwartet, sprang
der Überschuss im Jahresvergleich um 13 Prozent auf rund 16,5
Milliarden US-Dollar (14,1 Mrd Euro) nach oben, wie das größte
Geldinstitut der USA am Dienstag in New York mitteilte. Bankchef
Jamie Dimon warnte jedoch vor den Folgen von Kriegen und der
konfliktreichen Weltlage.
ROUNDUP: Deutsche Autobauer starten mit Verkaufsminus ins Jahr
MÜNCHEN/STUTTGART/WOLFSBURG - Mercedes , Volkswagen
, Audi und jetzt auch BMW : Die
deutschen Autokonzerne sind mit schwachen Verkaufszahlen ins neue
Jahr gestartet, die Auslieferungen gingen bei allen zurück. Nach den
anderen Herstellern meldete nun auch BMW ein Minus im ersten
Quartal.
Krebsmedikamente treiben Johnson & Johnson - Erstes Quartal
überraschend stark
NEW BRUNSWICK - Der US-Konzern Johnson & Johnson hat
auch zum Jahresstart die Umsatzeinbußen mit seinem
Psoriasis-Medikament Stelara überraschend gut weggesteckt. Treiber
waren im ersten Quartal vor allem starke Zuwächse bei neuen
Krebsmedikamenten, wie der Konzern am Dienstag in New Brunswick
mitteilte. Konzernchef Joaquin Duato sprach von einem starken
Auftakt und hob seine Prognosen für das Gesamtjahr leicht an. Die
Aktie kletterte im vorbörslichen Handel.
Citigroup steigert Gewinn stärker als gedacht - Aktie steigt
NEW YORK - Die US-Großbank Citigroup hat zum Jahresstart noch
stärker zugelegt als erwartet. Im ersten Quartal wuchsen die Erträge
im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 24,6 Milliarden US-Dollar (21
Mrd Euro), wie das Geldhaus am Dienstag in New York mitteilte. Der
Gewinn sprang sogar um 42 Prozent auf fast 5,8 Milliarden Dollar
nach oben. Damit übertraf die Bank die durchschnittlichen
Erwartungen von Analysten deutlich. Die Citigroup-Aktie gewann im
vorbörslichen US-Handel anderthalb Prozent an Wert.
Amazon übernimmt Satellitenbetreiber Globalstar - Vereinbarung mit
Apple
SEATTLE/COVINGTON - Der Online-Händler und Internetkonzern Amazon
treibt den Aufbau eines eigenen Satellitengeschäfts
voran und übernimmt dazu den Satellitenbetreiber Globalstar
. Wie Amazon am Dienstag mitteilte, sollen die
bisherigen Globalstar-Aktionäre entweder 90 US-Dollar pro Aktie
erhalten oder Amazon-Anteile im entsprechenden Gegenwert. Falls
Globalstar bestimmte technische Meilensteine nicht erreicht, könnte
der Preis aber noch sinken. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur
Bloomberg über den Deal spekuliert.
ROUNDUP 2: Nemetschek übernimmt HCSS von Thoma Bravo - Aktie unter
Druck
MÜNCHEN - Der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter
Nemetschek übernimmt das US-Unternehmen Heavy
Construction Systems Specialists (HCSS). Dazu sei eine verbindliche
Vereinbarung mit dem US-Finanzinvestor Thoma Bravo getroffen worden,
teilte das MDax -Unternehmen am späten Montagabend
mit. Angaben zur Bewertung oder zum Kaufpreis machten die
Unternehmen nicht. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über
den Kauf berichtet. Die zuletzt arg gebeutelte Nemetschek-Aktie
verlor auch am Dienstag weiter.
ROUNDUP: Givaudan überrascht trotz Umsatzrückgang positiv - Aktie
legt zu
VERNIER - Der Aromen- und Duftstoff-Hersteller Givaudan
hat im ersten Quartal wegen ungünstiger Währungskurse
einen Umsatzrückgang verbucht. Organisch legte der Erlös zwar leicht
zu, doch dies verdankte der Konzern allein seinem Duftstoffsegment.
Das Geschäft mit Aromen ging leicht zurück, wie Givaudan am Dienstag
in Vernier mitteilte. An der Börse wurden die Neuigkeiten indes
positiv aufgenommen - denn das Geschäft des Konzerns lief trotz der
Rückgänge besser als gedacht.
ROUNDUP: Spielwarenhersteller Tonies will profitabel wachsen - Aktie
steigt
LUXEMBURG - Der erfolgreiche Verkaufsstart der "Toniebox 2" stimmt
den Spielwarenhersteller Tonies für das laufende Jahr
und darüber hinaus zuversichtlich. "Unser Fokus liegt darauf, Tonies
profitabel und nachhaltig wachsen zu lassen", sagte Finanzchef
Hansjörg Müller zur Vorlage des Geschäftsberichts für 2025 laut
Mitteilung. Tonies hatte die zweite Generation des Audio-Würfels für
Kinder im vergangenen Herbst auf den Markt gebracht.
Auch BMW verkauft weniger Autos im ersten Quartal
MÜNCHEN - Schwache Verkäufe in China und bei Elektroautos haben BMW
im ersten Quartal gebremst. Die Münchner meldeten am
Dienstag einen Absatz von 565.748 Autos, das waren 3,5 Prozent
weniger als im Vorjahreszeitpunkt. Bei der Kernmarke BMW fiel der
Rückgang mit 4,6 Prozent auf 496.050 Pkw sogar noch etwas stärker
aus. Die Tochter Mini konnte dagegen um 5,9 Prozent auf 68.427 Autos
zulegen. Rolls-Royce kam auf 1.271 Autos und damit 8 Prozent weniger
als vor einem Jahr.
ROUNDUP: Iran-Krieg belastet LVMH-Geschäft - Umsatz geht deutlich
zurück
PARIS - Der französische Luxusgüterkonzern LVMH
(Louis Vuitton Moët Hennessy) hat zum Jahresauftakt unter den Folgen
des Iran-Kriegs gelitten. Vor allem die wichtigste Sparte mit Mode
und Lederwaren schwächelte, denn die militärischen
Auseinandersetzungen im Nahen Osten dämpften die Nachfrage nach
Marken wie Louis Vuitton und Dior spürbar. An der Börse sackte die
Aktie auf die Nachrichten hin weiter ab.
ROUNDUP: Nordex verzeichnet weniger Neugeschäft zum Jahresauftakt -
Aktie fällt
HAMBURG - Der Windanlagenbauer Nordex hat im ersten
Quartal weniger Aufträge erhalten als ein Jahr zuvor. Das
Neugeschäft ohne Service sank von knapp 2,2 auf knapp 1,9 Gigawatt,
wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte. Dagegen stieg
der durchschnittliche Verkaufspreis leicht auf 0,91 Millionen Euro
pro Megawatt Leistung. Ein Jahr zuvor waren es noch 0,87 Millionen
gewesen.
Rheinmetall gründet Joint Venture für Marschflugkörper
DÜSSELDORF/BERLIN - Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall
will gemeinsam mit dem niederländischen Partner
Destinus die Herstellung von Marschflugkörpern und Raketensystemen
hochfahren. Dazu sei die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens
("Joint Venture") vereinbart worden, das auch die Ukraine beliefern
soll, teilte das Unternehmen mit.
Kreise: Amazon vor Übernahme von Satellitenbetreiber Globalstar
SEATTLE/COVINGTON - Der Online-Händler und Internetkonzern Amazon
steht Insidern zufolge vor der Übernahme des
Satellitenbetreibers Globalstar . Dadurch würde das
Unternehmen mit dem Aufbau seines eigenen Satellitengeschäfts
vorankommen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg in der
Nacht zum Dienstag und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute
Personen. Mit dem Satellitengeschäft könnte Amazon dem
Starlink-Dienst von Tesla-Chef Elon Musk Konkurrenz
machen. An der Börse ist Globalstar derzeit mehr als neun Milliarden
US-Dollar wert.