Wiener Börse (Mittag) - ATX legt 0,9 % zu, BAWAG 5 % im Plus / BAWAG-Aktie steigt nach Bekanntwerden eines Zukaufs in Irland
Die Wiener Börse hat am Dienstagvormittag zugelegt. Der ATX stieg bis 12.15 Uhr um 0,87 Prozent auf 5.848,23 Punkte. Auch an anderen Börsen in Europa ging es nach oben. Angetrieben wurden die Märkte von der Hoffnung auf eine politische Entspannung im Nahen Osten.
Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwägten, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormuz öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.
Stark gesucht waren nach Meldung einer Übernahme die Aktien der BAWAG und legten 5,0 Prozent zu. Die Bank will das will irische Finanzinstitut PTSB um 1,6 Mrd. Euro kaufen, wurde zu Mittag bekannt.
Sehr fest notierten auch AT&S mit einem Aufschlag von ebenfalls 5,0 Prozent. Auch an anderen Börsen fanden sich Technologiewerte unter den größten Gewinnern.
Andritz-Aktien gewannen nach einer Kurszielerhöhung 1,7 Prozent auf 67,70 Euro. Die Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Titel des Anlagenbauers von 86 auf 90 Euro erhöht und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.
Die beiden größten ATX-Verlierer waren die Aktien der Versorger EVN und Verbund mit Abschlägen von jeweils gut 1,5 Prozent. RBI-Aktien wurden am Tag ihres Dividendenabschlags mit einem Minus von 0,5 Prozent gehandelt.
Das bestimmende Thema an den Märkten dürfte auch im weiteren Tagesverlauf die Entwicklung im Nahen Osten bleiben. Datenseitig könnten zudem die am Nachmittag anstehenden Zahlen zu den US-Erzeugerpreisen Impulse liefern.
Die kriegsbedingt erhöhten Energiepreise dürften hier einen deutlichen Schub verursacht haben, schreiben die Analysten der Helaba. Die Jahresrate könnte damit auf das höchste Niveau seit Anfang 2023 steigen. Aufmerksam verfolgen dürften Marktteilnehmer auch die am Abend angesetzten Reden mehrerer Vertreter der EZB und der US-Notenbank.
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