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Ungarn: Erdrutschsieg für Oppositionspartei TISZA

Budapest/Österreich - Bei der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag hat die Oppositionspartei TISZA von Péter Magyar mit einem spektakulären Erdrutschsieg eine Zwei-Drittel-Mehrheit erlangt. Premier Viktor Orbán räumte in einer kurzen Ansprache vor Anhängern am Wahlabend die Niederlage ein. Nach Auszählung von 91 Prozent der Stimmen lag Magyars TISZA bei 138 der 199 Mandate. Die seit 2010 regierende Fidesz von Premier Orbán lag demnach bei 54 Sitzen, die rechtsextreme Partei Mi Hazánk bei sieben.

Weltweite Gratulationen nach Wahlsieg Magyars in Ungarn

Budapest/Washington - Nach dem Wahlsieg der TISZA-Partei des ungarischen Oppositionsführers Péter Magyar gratulieren Politiker weltweit. "Ungarn hat Europa gewählt", kommentierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X das Ergebnis. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) gratulierte Magyar "herzlich zu seinem beeindruckenden Sieg". Der ehemalige US-Präsident Barack Obama sprach auf der Plattform X von einem "Sieg für die Demokratie, nicht nur in Europa, sondern weltweit".

USA beginnen heute mit Hormuz-Blockade

Washington - Die USA wollen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen mit dem Iran heute mit einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormuz beginnen. Ab 16.00 Uhr MESZ werde die Passage für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, kündigte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X an. Die iranischen Streitkräfte bezeichneten die angekündigte Seeblockade als "Akt der Piraterie".

Trump attackiert Papst Leo

Washington/Vatikanstadt - US-Präsident Donald Trump hat das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Leo XIV., in einem außergewöhnlichen Akt attackiert. Der Papst sei "schrecklich" in Bezug auf Außenpolitik, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Trump schrieb, der Papst sollte "dankbar" sein, da er nur Papst geworden sei, weil er US-Amerikaner sei und man damit besser mit Trump umgehen könne. Der Papst wies die Kritik zurück. US-Bischöfe reagierten bestürzt.

Medienförderung: Babler will "echten Journalismus" stärken

Wien - Die Neuaufstellung der Medienförderung rückt näher. In den kommenden Tagen sollen laut Medienminister Andreas Babler (SPÖ) die Ergebnisse der dazu in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie präsentiert werden. Wichtig sei ihm, dass "echter Journalismus" gefördert werde, nicht "willfährige Berichterstattung", sagte er am Montag im Medienministerium bei einer Konferenz zu Medien und Demokratie. Auch Social-Media-Algorithmen sollen in Angriff genommen werden.

ZARA dokumentierte 2025 1.539 rassistische Vorfälle

Wien - Bei der Anti-Rassismus-Beratungsstelle ZARA sind 2025 1.539 Meldungen von Rassismus dokumentiert worden. Das ist ein leichter Rückgang von 6,5 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Deutlich häufiger als in den Vorjahren wurden die rassistischen Vorfälle laut dem am Montag veröffentlichten Bericht von Betroffenen selbst gemeldet - konkret 47 Prozent der Meldungen. Die übrigen 53 stammten von Zeuginnen oder Zeugen, 2024 waren nur 21 Prozent der Meldungen von Betroffenen gekommen.

Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung steigen Ölpreise kräftig

London - Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder gestiegen. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bis zu neun Prozent auf fast 104 Dollar (88,81 Euro). Am frühen Morgen lag der Preis für den Öl-Future bei rund 102 Dollar und damit sieben Prozent über dem Niveau vom Freitagabend.

Pipeline-Sabotage: Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Udine/Wien - Nach der Beschädigung eines Strommasts der 132-kV-Leitung Tolmezzo-Paluzza in der Provinz Udine, die das Netz der Transalpine Ölpipeline (TAL) speist, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die im Fall ermittelnde Carabinieri befragen Fachleute der Netzgesellschaft Terna, die die Beschädigung des Strommasts am 25. März gemeldet haben. Sie wollen die Ursachen der Unterbrechung im Stromnetz infolge der Beschädigung durch Unbekannte klären, verlautete es aus Ermittlerkreisen.

Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick erfolgte automatisch.

red

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